Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 3 (April 1869)
- Date
- 1869-04-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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220 Iüttsche Famittevpapiere rc. ganzer Jvdewerden; fein Sinnen und Trachten wie seine Tbaten sollten eine tnwlenvährende Verherrlichung Gottes werden, wie der BMr das feurige dazu zu machen bestrebt gewesen; und dieser Hohn stet ׳.ab. Da machte der Vater den Abfall seines Sohnes sich zum Vorwürfe; er glaubte seine Erziehungsweise hätte dieses mittelbar verursacht, er wurde mißtrauisch gegen sich selbst urch gtch seinen jüngsten Sohn in eine Pension, um nicht auch hirfen lbem Abgrunde nahe zu bringen. Aber mit unerbittlicher Strenge ryuxde jener Abtrünnige von dem Angesichte seines Vaters verstoße»;,das väterliche Haus war von nun an vor ihm verschloss das Aussprache« seines Namens strenge untersagt; sein Bildniß ancher Wand mit einer HüLK bedeckt; der Vater hielt um seinen Sohn die um verstorbene Verwandte vorgeschriebene Trauerwoche, er hatte ihn, wenn auch nicht aus dem Gedächtniffe und aus dem Herzen, doch aus dem Kreise der für ihn lebenden Wesen gebannt. Man höre den Kabbi selbst wie er sich über das Indenthnm, über den Abfall von demselben feinem Reffen gegenüber ausspricht S. 256:;•;״־ »Denn das Leben des wahren Juden ist ohne Anfang und Ende. Er tritt in das Dasein, und alle auf das Leben auwendb«e Wahrheit überliefert ihm die große Vergangenheit seiner Nation. Die heiligen ׳Gebräuche und Formen der Vorzeit erinnern uns, daß wir nicht Kinder des Tages find, sie verknüpfen unsere Gegenwart Mt der uralten Vergangenheit und machen das Leben des Menschen so -Ät wie hie. Geschichte dieser Denkmäler. Also reicht mein Dasein zurüsk in die wunderbare Ferne, und alle großen Erfahrungen, die mit,Blut erkaufte Weisheit der Treue und Sitte wird also WM Eigenthum. Lus d?r egyptischen Qual wurde ich befreit, ich wohnte unter Hütten in der Wüste, ich feire das Erndtefeft im heiligen,Lande — alljährlich erneut sich die grause Zerstörung der «habenen Stadt, und ich sehe den einzigen Sitz des alleinigen Gottes i» Feuer auflodern. Ich wmidere vondem Boden meiner Väter unter die fremden Nationen Man jagt mich wie ein Wild, und seine Hand erhalt mich, man schneidet mir die Nahrung ab, er reicht mir Speise. — So übergaben mir die Eltern die heuige Errungenschaft, und wie sollte ich von ihrem Wege abweichen, wenn ich täglich wage an den Ewigen zu denken, und an jenen schönen und heiligen Tagen, die Schicksale meines Volkes warnend und er-