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Jeschurun · 1869-04-01 · Heft 3 (April 1869) · page 38

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 3 (April 1869)
Date
1869-04-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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Jüdische Familieypapiere rc. 216 jojMche Roman als Roman schlecht ist, jo brauchen wir keines- Wegs anzunehmen, daß der Verfasser nicht im Stande wäre einen Etlichen Romaneinen Roman, welcher kein wissenschaftliches Lehr- .huch Mgleich sein sollte, in vollendeter Form zu. liefern. Wenn der Endzweck der Kmrst das Schöne ist, und das Schöne die Einheit ru ^er Verschiedenheit als Hauptbedingung hat, so muß der Versaster. des Tendenzroman.es. die Kunst dem didaktischen Theile unterorpnr«; er muß den Hauptfaktor der Schönheit, die Einheit, aus doch-Äuge lassen; die Symmetrie muß gewaltsam zerstört werden; das kann sehr viel Schönes enthalten, die Schönheiten werden. aber, nur in den Details gesunden rverden; als Ganzes wird dze; Schrift eher Alles, als ein Kunstwerk sein. Auch vorliegendes Werk hat naturgemäß alle Fehler einer ^endenzschrjit, es kann dies dem Verfasser aber keineswegs zum Vorwurf gereichen, er wollte eben eine solche Schrift liefern. Umsomehr gereicht es aber dem Verfasser zur Ehre, daß die Details mit Meiste׳. Hand gearbeitet sind. .. Ein.Missionär schildert in Briefen, welche er seinem Pflegeygter schreibt, die Ergebnisse seines ersten Versuches in diesem Fache. Hier.müssen wir sofort den guten Geschmack des Verfassers bewun- Hern. Wir haben es mit einem Iudenbekehrer zu thun, mit einem flausten Juden, welcher seine ehemaligen Glaubensgenossen für seine neuaugenommene Religion gewinnen will, und sind dennoch chm!er in höchst respektabler Gesellschaft. Unser Missionär gehört wicht zu jenen Personen, welche sich den Kampf um die Existenz dadurch zu erleichtern suchen, daß sie sich von einem ungetansten Nichtjuden in einen getauften Nichtchristen umkleiden; einmal oder öfters, je nachdem sie die Leichtgläubigkeit häusizer bethören können; welche dann die ihnen vorgeschriebene Verbindung der Frömmigkeit der Taube mit der Verschlagenheit der Schlange so darznstellen suchen, daß sie jedenfalls die Schlangenlist so viel als möglich für sich in Anspruch nehmen, und nun mit Hülfe dieser ihre frühere!! Religionsgenoffen zu der neuen Taubensiömmigkeit zu bekehren bestrebt sind. Von dem Verkehr mit solchen Leuten bat uns der Verfasser fern \n halten gewußt; jein Missionar ist eine Art "נזק ש:שבד, בין הנכ״יב. Er war als elternloses Kind von fünf Jahren in das Haus eines vermögenden Engländers gekominen, der ihn an

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