Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 3 (April 1869)
- Date
- 1869-04-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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ftttM b«1t Mttnokren vtviS £<jfct!ret. £08 ״tH1b tikikt wir der edle Mann, den uns Gottes ^Hie!be gefa'M W,* weine Mutter schluchzend hinzu. ■ Es War Äth Vorabende des Sabdalhs, der dem Pestachfeste vorangehk, des Sabbaths, den wir den großin nennen, weil an ihm das jüdische Volk in Egypten sich zuerst als jüdisches offen bekannt Md den MuH hatte, durch die That auszusprechen: ״Die Götter, bmen ihr opfert, bringen wir unserem Gotte znm Opfer." — Was hatte er anders gethan, mein großer Wvhlthätrr,. das, dem die übrige Welt opfert, was sie vergöttert und als Höchstes anerkennt - Ehre, Anlehn, Zeit, Bequemlichkeit und Behaglichkeit hatte er auf dem Altar der Mizwa, der ächt jüdischen Menschenliebe geopfert! So ward ich Schanres und bin es bis heute geblieben. Damals war bis auf einige wenige Ausnahmen Nufere Gemeinde ächt jüdisch» Acte jüdischer Menschenliebe wie der an m׳r geübtt, wenn auch nicht so leuchtender Att, waren keine Seltenheit, keine Selten* heit die Armenpsteger, ״die Gabbainr", bei denen sich am Schluffe ihres Amtsjahres ein Kasiendesizit von mehreren Tausend Thalern — in ihrer Privatkaste zeigte, ans der sie stets der Armenkasse Dvrfchüffe machten, ohne Aussicht je wieder zu denselben zu gelängen, da sie sich einzig und allein an ihren eigenen Gemeindebeiträgen erholen konnten. Mit Hunderten von Thalern wurde das Recht bezahlt, die letzte Aebespsticht dem Gestorbenen erzeigen zu dürfen, und reiche, angesehene Männer sah man in starrer Winterkälte vor Tagesanbruch mit dem Spaten in der Hand dem verstorbenen Schuhsticker das Grab Herrichten. Wie man heute in unjüdischen Kreisen bei Spendrnsammlungen der Eitelkeit und der Ruhmsucht größere Summen entlockt als die Wohlthätigkeit gegeben haben würden indem man verspricht, die Namen der Geber und die Größe der Gaben öffent-!ich bekannt zu machen, so war man damals sicher, recht große Spenden zu erhalten, wenn man sein Wott darauf geben konnte, daß kein Mensch erfahren solle, von wem das Geld herrühre und am Allerwenigsten der Beschenkte selber. Das Familienleben war ein reines, ungettübtes, Liebe brachte .der am Abend heimkehrende Gatte feinem Weibe und seinen Ein» dern entgegen «nd Liebe erwartete ihn zu Hause. Etwaige Streitig-