Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 3 (April 1869)
- Date
- 1869-04-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Lori vr. I. Gugenheimer. 189 schreiben. Aber selbst wenn eine solche Folgerung irgendwie gerechtfertigt werden könnte, 'würde sie nichts für die Annahme der Kibelkritik beweisen, da sich, wie wir bereits gezeigt, auch in den von der Blbelkritik zur Grundschnft gezählten Stücken Berichte sin- Len, die ebenfalls, wenn man ihre historische Grundlage leugnet, nur auf eine reflektirende Thätigkeit zurückzufübren wären. So kennte man z. B. vom Standpunkte der Bibelkritlk aus den ganzen Kericht über die Sündfluth, der doch größtentheils zur Grundschrift gerechnet wird, einer refleklirenden Thätigkeit zuschreiben, welche die Absicht hatte, die bekannten Erscheinungen, welche nach geologischen und geographisch physikalischen Forschungen auf eine große Veränderunz in den kontinentalen und klimatischen Verhältnissen der Erdwelt schließen lasten, eben durch die Sündfluth zu erklären. Nach den Anschauungen der Bibelkritik wäre demgemäß — konseauenterweise — in dem zur Grundschrift gerechneten Berichte über die Sündfluth ebenfalls eine reflektirende Thätigkeit zu finden, woraus sich ergibt, daß, wenn 6, 3. 4. 8, 22. wirklich einer refleklirenden Thätigkeit zuzuschreiben wären, deßhalb vernunftgemäß noch keineswegs auf eine Verschiedenheit der Verfasser geschlossen werden könnte. Wir kommen nun zu dem letzten der von der Bibelkritik׳ angeführten Gründe, der darin besteht, daß die ״Stellen 6, 5—8. ״vgl. mit 6, 9—33., 7, 2—3. vgl. mit 6, 39-20., 8, 21 -22. ,vgl. mit 9, 8—17. die Doppeltheit des Erzählers lehren." Diese Behauptung muß darauf beruhen, daß in den angeführttn Versen theils eine Wiederholung, thcüs eine differirende Darstellung eines und desselben Gegenstandes zu liegen scheint. Vergegenwärtigen wir uns, bevor wir auf den Inhalt der angeführten Leise eingehen, die Gestalt, welche nach Anschauung der Bibelkritik die Grundschrift vor der vermeintlichen Interpolation hatte. Ta nach Behauptung der Bibelkritrk die acht ersten Verse des 6- Kap. von einem späteren Erzähler hinzugesügt wurden, müßte der ursprüngliche Text folgendermaßen gelautet haben: 2,-! ויולד גה את שם את י ־! ואת יפת אלה תולדות נה נה איש צדיק תמים הי׳ בדיתיו את ה>יקי' התו נה וידיד נה שלשה ביים את שם את הם ואח יפרז* Wir überlasten es nun jedem Unbefangenen, zu urtheilen, ob in einer solchen oder in der uns wirklich vorliegenden Fassung die Wiederholung der Söhne Noa's erklärlicher ist? Befindet sich, wie es wirklich der Fall ist,