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Jeschurun · 1869-04-01 · Heft 3 (April 1869) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 3 (April 1869)
Date
1869-04-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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So« Dr. I. Sugrnheimer. 183 das Geringste für dieselbe, da in dieser Stelle חמתי als Objekt auf והנחתי folgt, woraus bei einer unbefangenen Auffassung unmöglich gefolgert werden kann, daß in והנחתי ohne Objekt oder gar in der Pielform ניתח der Begriff des Zornstillens ausgesprochen sei. Es ergibt sich vielmehr aus 2 B. M. 33, 14, wo das Wort והניחותי ebne Objekt gebraucht wi:d, daß dasselbe, wie im vorl. Comm. in Bezug auf ניתח gezeigt ist (s. II. Quartalheft d. Jahrg. S. 65—97), den Begriff des Willfahrens bezeichnet. Bei den bekannten Sprachkenntnisten Luzzato's läßt sich daber seine nicht einmal etymologisch zu rechtfertigende Deutung des Wortes ניחת nur dadurch erklären, daß sie ihm Gelegenheit bot, der hochmütbigsten Verachtung des in der Thora gebotenen Opferdienstes und der hierin involvirten Leugnung der Göttlichkeit der Thora Ausdruck zu leisten. Ebenso bodenlos ist aber auch die Ansicht, der Luzzato über eine angeblich mit Samuel und David beginnende Opposition gegen die im Pentateuch enthaltenen Lehren über die Opfer Geltung versckaff.n möchte. Abgesehen davon, daß kein Prophet zur Abrogation eines durch Mosckeh geoffendacten Gesetzes berechtigt war, ^und ein Prophet, der irgend ein Gebot der Tbora hätte abschaffen wollen, diedurch als Lügenprophet zu betrachten und zu behandeln gewesen wäre (s. Sifra zu 3 B. M. 27, 34, Themura f. 16 a, Maim« הל' יסודי התורה IX 1), brauchen wir nur die von Luzzato selbst in seiner oben angeführten Bemerkung zu 1. B. M. 8, 21 zitirten Bibelstellen zu betrachten, um den unwiffenschaftlichen Leichtsinn wie die absichtliche Entstellung zu erkennen, womit der Profeffor am Collegium rabbmicum Propheten und Hagiozraphen als Genosien seiner Verachtung des von Gott ungeordneten Opferdieustes erscheinen lasten möchte. Die erste von Luzzato angeführte, Stelle 1. Sam. 15, 22 enthält den Vorwurf, den Samuel dem Könige Saul darüber machte, daß er die Sünde, die durch die Aneignung der bei Bekämpfung des amalekitischen Volkes errungenen Beute begangen wurde, mit der Absicht zu entschuldigen suchte, von derselben Opfer zu bringen. Diesem Wahne, daß in dem Gebrauche, der von einem durch Uebertretung eines göttlichen Verbotes errungenen Gute gemacht wtrd, eine Rechtfertigung für die Geseßesver- Setzung liegen könne, mußte Samuel mit der entschiedensten Verwrrfung jener beabsichtigten, durch eine Sünde vermittelten, vermeint-

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