Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 3 (April 1869)
- Date
- 1869-04-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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|g2 Die Hypothese« der Bibettrttik. erblicken hätte, deffen ״intellektuelle Entwickelung auf einer weit niedrigeren Stufe sich befand, als diejenige war, auf der Israel zu dev Zeiten der Könige stand", ist die Göttlichkeit der Thora geleugnet; denn ist die Thora Gottes Wort, so kann aus ihrem I«, halte nicht auf die Ueberzeugungen geschloffen werden, die zu irgend einer Zeit den Anschauungen und Begriffen des jüdischen Volkes entsprachen, sonde.n enthält ste das, was nach Gottes Willen zu allen Znren dem jüdischen Volke als Wahrheit, Recht und Pflicht gelten soll. In der Annahme Luzzato's, daß in den in der Thora enthalteuen Lehren über die Opfer einer Manifestation der zu irgend einer Zeit im jüdischen Volke verbreiteten Anschauungen zu erblicken sei, liegt daher die Negation des göttlichen Ursprungs der Thors. Daß Luzzato für seine Behauptung den Satz: ״Die Thora spricht nach Sprechweise der Menschen" anfühtt, kann nur euf absichtlicher Täuschung beruhen, da nach diesem Satze, deffen Anerkennung von der größeren oder geringeren Ausdehnung seiner Anwendung unabhängig ist (f. Tosaphot zn Menachot 17 d ד׳ה האכל יאכל, Scheue Luchot Ha-Brit ,כלל לשונית סגיזת אדת ד (Franks, a. O. f. 404 a),משנה לבלך zu הל' דיעית VI 7), wie schon aus seinem Wortlaute hervorgeht in der Thora nur לשון ב״א nur die Ausdrucks weffe der Menschen gewählt, keineswegs aber, wie Luzzato behauptet, eine aus irgend einer Kulturstufe hervorgegangene Ueberzeugung der Menschen zu stnden ist. Dasselbe gilt selbstverständlich auch hiusichtlich der an nichtgesetzlichen Stellen der Thora gebrauchten Ausdrucksweise, die ebenfalls nicht aus irgend einer menschlichen Ueberzeugung emsprungen ist, sonder«, wie von Maimonides יכוה׳ התוהה I 9 und Comm. z. St. gezeigt wird, den Zweck hat, das, was nach Gottes Willen Ueberzeuaung der Menschen werden sollte, in einer der m nschlichen Auffaffung verständlichen Bezeichnung darzustellen. Nach dem Satze: ״drr Thora spricht nach der Sprechweise der Menschen" ist es daher nicht der Inhalt des in der Thora Gelehrten, sondern nur der Ausdruck, der von Gott für den Inhalt gewählt wurde, was stch den Begriffen der Gesetzesempfänger akkomodirt. Prüfen wir nun die von Luzzato in der oben angeführten Bemrrkung ausgestellten Gründe, so wird sich uns die totale Richtigkeit derselben ergeben. Die für die bel-auptete Bedeutung des Wortes ניחח von ihm zitirte Stelle in Iechrskel 16, 42 beweist nicht