Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 2 (Januar 1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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66 Wiener Aerzte contra die Befchneidung. kennen wollte, und so für jeden Stamm Israels in jeder Woche des Jahres eine besondere Krankheit aufrechnet. Und die ״Hekatomben von Opfern" könnten ja schon längs! kein Geheimnis; mehr kein, würden ja nicht allein der Kenntniß der Unterzeichneten Herrn Toktoren angehören, würden ja schon längs! dem Auge des Publikums sich nich! haben entziehen können, der Causalzmammenhang zwischen den ״Hekatomben" und der Beschneidung wäre ein so bekannter Latz, wie er es nicht in, Jedermann müßte darum wissen, es würde — doch still, still! Tie Herrn Toktoren schreiben ja den letzten Passirschein, ihre laterna magica zeigt eben eine unabiehbare Reihe von Leichensteinen, geheimnisvoll deutet ihr Finger aus sie hin, und indem sie uns zu schweigen gebieten flüstern sie — die Schlafenden könnten sonn wach werden und ein unwillkommenes Zeugniß ablegen — uns zu: — Alle, die da ruhen, nach der Beschneidung gestorben! Und wen׳: wir nun uns von den Schrecken der Erscheinung erholt, und in unserer Einfalt ungläubig den Kopf schüttelnd und fragend zurückstüstern: post hoc oder propter hoc? dann nehmen die Herren secundum ordinem eine ׳ehr, sehr nachdenkliche Miene an, deuten nochmals auf die grauen Steine, und wenn selbst dann uns dieses Srakel nicht zum Togma wird, kramen die Herren ihre Glasbilder zusammen, nehmen die laterna magica unter den Arm, und bedauern in selbstbewußter Louverainität, daraus verzichten zu müssen, dem ״Laien" verständlich zu werden: ״Freilich weiß der Laie nicht, daß diese-Spier, weil sie meistens erst im spätern Alter fallen, dennoch die Beschneidung als erste Veranlassung bezeichnen." Freilich haben die Herren, wie unfern Lesern erinnerlich sein wird, in ihren! ersten Satze (S. 1) auch auf das Unheil der ״Laien" rich berufen: ״Tie Gefahren, welche die Befchneidung u. s. w. mit Nch bringt, hat bereits seit langer Zeit und zu wiederholten Malen ׳nicht nur die Aufmerksamkeit der Aerzte, sondern auch der zunächst Betheiligten und auch ferner stehenden Laien aüs uch gezogen!" Tamit aber scheint ״der Laie" ״seine Schuldigkeit gethan zu haben" —! Was aber den abverlanaten Glauben an das Wort der Herren Doktoren betrif und ne werden die w müssen sie es uns schon zu Gute halten, — s gewiß, da ihnen ja gewiß Nichts ferner, als׳