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Jeschurun · 1869-01-01 · Heft 2 (Januar 1869) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 2 (Januar 1869)
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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66 Wiener Aerzte contra die Beschneidung. 111 mal eine zweite Operation gibt es, die der Beobachtung ein so großes Feld, eine so große Zrbl der Fälle bietet! Die Beschneidung zäblt, wie keine ״Operation" sonst, die Geschichte ihrer Hebung nach Jahrtausenden. Lie ist,׳ nach den Worten des Elaborats, in einem ibrer Akte nickt auf den Kreis des Judenthums beschränkt, sondern auck beute noch bei orientalischen Völkern in Gebrauch. Tagtäglich wird sie zu wiederholten Malen vollzogen, nicht in dem geheimen Rathe der Aerzte, in Kliniken und Hospitälern, sondern öffentlich, vor den Augen des Publikums. Und da müßte es nicht ein Leichtes sein, die Bebauptung der Gefahren statistisch zu erweisen, den > Procentsatz des Eintretens eines unglücklichen Verlaufes wenigstens annäbernd anzugcken!? Un da müßte dies doch um so leichter sein, als ja nach den eigenen Worten der Herren Doktoren (S. 1) ״die Gekabren, welche die Beschnetdung für Gesundheit und Leben neu-- geborener israelitischer Knaben mit sich bringt, bereits seit langer Zeit und zu wiederholten Malen nicht nur die Aufmerksamkeit der Aerzte, sondern auch der zunächst Betbeiligten und auch ferner sieben den Laien aus sich gezogen" haben soll!! Wenn sie (S. 2) erzählen: ״Einige in der letzten Zeit vorgcfallene und rasch auf einander folgende Unglückliche Ereignisse nach und durch die Beschnerduna, Ereignisse, deren Ursachen tbeils in fehlerhafter Ausübung dw Operation, tHeils in nicht früher zu eruirenden und zu bestimmenden Mo menten zu finden sind" batten sie veranlaßt über diesen Gegenstand neuerdings gründlich zu berathen — soll etwa damit ein derartiger statistischer Nachweis erbracht sein? Uebrigens möchten wir — -obgleich Jurist, also Laie — gegenüber der großen Emphase mit welcher das Elaborat die ״Gefährlichkeit" der Beschneidung hervorheben und betonen möchte, gleichwohl einem kleinen Hinweis auf eine andere Operation uns erlauben, die gleichfalls ״im zarten Alter des Kindes" an ihm vollzogen wird, gleichfalls ״in Anbetracht der früher nicht zu bestimmenden Zufälligkeiten und Vorkommnisse, und in Anbetracht der verschiedenartigsten Dispositionen des kindlichen Organismüs^ niemals eine gleichgültige ist", und in gewisser Beziehung Leben und Gesundheit in ähnlicher Weise bedrohen könnte. Und überdies istIdie Vollziehung dieser Operation nicht wie die Beschneidung

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