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Jeschurun · 1869-01-01 · Heft 2 (Januar 1869) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 2 (Januar 1869)
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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66 Wiener Äerzte contra die BeschneiÄung. Pon vr. Naftali Hirsch. Eine Anzahl wiener jüdischer Aerzte — 66 — hat zu Ende vorigen Jahres an den Vorstand der wiener jüdischen Gemeinde eine durch Druck vervielfältigte Eingabe gerichtet, welche eine Darstellung der, nach ihrer Ansicht Leben und Gesundheit bedrohenden Gefährlichkeit der Beschneidung zu geben versucht, an welche sodann der Antrag angeschloffen wird, dahin zu wirken, daß die Geburts׳ und Beschneidungs- Matrikel aus den Händen der Rabbiner genommen und insolanze in jene des Gemeindevorstandes gelegt werden möge, bis die Civilregister durch ein Reichsgesetz allgemein ein geführt sein werden. Dem Ganzen werden ferner Instruktionen und Statuten für die Beschneider beigegeben und der Vorstand ersucht, darnach die Beschneidung zu regeln und für dieselben die behördliche Sanktion zu erstreben. Männer der Wiffenschaft, die unzweifelhaft dem Satze huldigen: Ansichten müssen gewogen, nicht gezählt werden; die daher ebenso unzweifelhaft einen Autoritätsglauben — und um so mehr, wenn sie selber die Autorität sein sollen -- weder verlangen noch billigen, werden sicherlich für eine jede Behauptung, die sie aufstellen, den sie begründenden und bestätigenden Beweis zur Stelle bringen, werden nur soweit als Beweis und Behauptung sich decken, für Letztere eine Geltung beanspruchen und der Ernst ihres wiffenschaftlichen Strebens wird sie es freudig begrüßen lasten, ja wird sie es wün-

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