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Jeschurun · 1869-01-01 · Heft 2 (Januar 1869) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 2 (Januar 1869)
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Von Dr. I. Gugenheimer. 93 schiebt, von einer ״sehr menschlichen Darstellung" Gottes zu sprechen; dem metaphysischen Gottesbegriffe entspricht eine — ״menschliche Darstellung", wie sie z. B. in ״Gott sah" liegt, ebensowenig als die nach Ausdrucksweise der Bibelkritik ״sehr menschliche Darstellung" in 6, 6; 7, 16; 8, 21. Für ein wissenschaftliches, vorurtheilsfreies Bibelstudium stehen daher sämmtliche biblische Anthropomorphismen in einer Kategorie, und erwächst die 'Aufgabe, durch linguistische und hermeneutische Forschung die Wahrheiten zu eruiren, die durch jene Ausdrücke dargestellt sind. Dieser Aufgabe hat sich die Bibelkritik nicht unterzogen, wodurch sich ihre oberflächliche, gedankenlose Auffaffung der Anthropomorphismen nebst der daran geknüpften Deduktion erklärt. Obgleich die Nichtigkeit der letzteren schon daraus hervorgeht, daß, wie wir gezeigt, auch solche Stellen, welche die Bibelkritik als Bestandtheile der ״Grundschrift" betrachtet, anthropomorphiftische Darstellungen enthalten, erscheint es uns doch zur näheren Beurtheilung der Aufstellungen der Bibelkritik geeignet, die im vorliegenden Commentare sich befindenden Erklärungen jener Stellen anzuführen, in denen die Bibelkritik d!e ״sehr menschliche Darstellung Gottes" erblickt. 6,6, erläutert Hr. Rabb. Hirsch: ״Die Bedeutung von נהם siehe oben 29 ,5״. Man hat an dieser von Gott ausgesprochenen Sinnesän- ״derung Anstand genommen, insbesondere in Hinblick auf den Satz: "לא-איש ויכזב יק אדם ויתנחם.' Es scheint aber ein Unterschied zu ״sein zwischen ד,נחם unb ד,הנחם. Ersteres ist die durch äußere Ver- ״anlasiung hervorgerufene Sinnesänderung, so bei Saul: .נדזםה׳ ״Gott hat freilich Saul zum Könige eingesetzt; allein als Saul sich ״der ferneren Herrschaft unwürdig machte, ward auch Gott durch ״Sauls Veränderung zu einer Aenderung seiner Bestimmung veran- ״laßt. Ebenso auch umgekehrt •וינחם ה׳ על היער. Der Mensch aber ״ändert seinen Entschluß von Innen heraus, , ohne äußere Veran- ״luffung, also ד,הנחם, darum heißt es von Gott לא איש זנו׳ ובן אדם יינחם". Nur einmal heißt es am Schluffe von ועל עבדיו ויהנהם : חאוינו ״(und so auch im Anklanz an diese Stelle Ps. 135, 14) und da ״ist es bedeutsam: auch wenn sie nicht durch השובה Gott zur Aen- ״derung seines Entschluffes veranlassen, wird Gott aus eige- ״nem Antriebe die Aenderung ihres bisherigen Geschickes beschlie- ״ßen, und die גאולה bringen; es ist dieß die גאולה בעתה wenn

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