Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1868)
- Date
- 1868-10-01
- Page
- – (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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Rundschau im Gebiete jüdischer Interessen. 55 ist selbst nicht ans b<*r Feder des ärgsten nicktjüdischen Judenfeindes geflossen. Und wenn wir uns mit inniger Betrübniß sagen müssen, daß diese beiden Männer im Grunde nur das aussprechen, was in größerem oder geringerem Maße die rteils ausgesprochene rbcils unausgesprochene Ansicht der beutigen Reformer ist, wenn der Herausgeber ״der Allg. Zrg. d. Zktb." in Nr. .51 dieses Jahrgangs selbst essen bekennt, daß nicht ein xrincipieller Gegensatz, sondern nur ״hoberc" diplomatische Rücksichten ibn und seine Gesinnungsgenossen dav'on abbalren mir derleib.׳n Energie wie die ״Rao׳c:!resormer" ans eine entschiedene Trennung der in der heutigen Zudenbeit besiebenden Parteien zu dringen, — so möchten wir fragen, woher er das Recht 1r:rmt in derselben Nummer 51 seiner Zeitung uns — den qeseyestreucn Juden — einen Vorwurf daraus zu machen, wenn wir da, wo man uns den Boden unserer Erisien; zu entziehen sich bemüht, wo man uns zur Verleugnung unseres ״Priucips^ nöthigen und uns der Möglichkeit berauben will unserer religiösen Neberzeuguug gemäß zu leben, eine Trennung von unseren Stammesgenossen als den einzigen Ausweg, als die einzige Rettung statuiren? — Alle von ibm vorgebrachten ,,bisteri'chen Beweise^ beweisen gerade das Gegenrbeil seiner Behauptung. Nicht, die Pharisäer, nicht die Rabbaniten sind untergegangen, sondern die Sadducäer und die Karäer eristiren in nur geringer Zahl. Wer die Wahrheit und das Reckt für sich hat, der hat nicht die Zahl seiner Genossen zu prüfen, der hat einzig und allein zu handeln, wie es wabr und reckt ist und der allmächtige Gott der WaLrbcil und des Rechts verleiht seinem Streben den Sieg und die endliche Anerkennung. Zwischen Lüge und Wahrheit gibt es keine Transactionen, aus dem Gebiete der religiösen Ueberzeug'mg gelten keine Comprom'sse. — Wer von Transactionen, von Eow.promisseu redet, hat keine ״religiöse Ueberzeuguug" und wir wagen N!ckus bei der Behauptung, daß die heutige Reform gar keine religio ׳e Ueberzeuaung bat. - sie ist eben nur negirend, eine religiöse Ueberzeugung setzt aber etwas Positives voraus. Mir Spannung sehen wir der Eutwlckelnng des am 14. De׳ zember in P esr b zusannneurre:uide E o ngr e׳' se s der Repräsentanten der ungarischen und siebenbürgiscken Gemeinden entgegen. Wir wo!- len Hessen, daß die Reformer den Anspruch aufgeben wollen, ihre Gesinnungen zur Basis der Gestaltung des ungarischen Gemeinde-