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Jeschurun · 1868-10-01 · Heft 1 (Oktober 1868) · page 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 1 (Oktober 1868)
Date
1868-10-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
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Don Samuel A. Hirsch. 49 den hat, davon zeugen folgende Worte: ״Ich bin von Haus aus ein Schwärmer, d. h. bis zur Aufopferung begeistert für die Idee, und immer gedrängt in dieselbe mich zu versenken, dagegen aber habe ich den Lebensgenuß begriffen und Gefallen daran gesunden, und nun ist in mir der große Kampf zwischen meiner klaren Vernünftizkeit, die den Lebensgenuß billigt und alle aufopfernde Begristerung als etwas Thörichtes ablehnt, und zwischen meiner schwär- Menschen Neigung, die oft unversehens aufschießt, und mich gemaltsam ergreift, und mich vielleicht einst wieder in ihr uraltes Reich hinab zieht, wenn es nicht besser m;u sagen binaufziebt; denn es ist noch die große Frage, ob der Schwärmer, der selbst sein Leben für die Idee hinzibt, nicht in einem Momente mcbr und glücklicher lebt als Herr von Goerbo während seines ganzen 76jährigen egoistisch behaglichen Lebe! Auch die Saure war Heine ftin a'.eichgulnger Akt, wie er selbst glaubte od׳׳r wenigstens Fleckens in seinem Leben zu glauben vorgab; die Schwärze dieses erkannte er deutlich; es spricht sich aus in der Beurrheilnng anderer Ccuvcrtiwn, selbst. Er urtbeilr über Miclel Bcer's in der Beurteilung seiner Paria: ״Fatal, höchst fatal war mir die Hauprbeziebung des Gedichts, nämlich Laß der ein verkappter Jude ist.... Lim allerdstrn :sten und schändlichsten und Steckvrügelwerthest n ist die saubere Idee, daß der Paria muthmaßre: seine Doriabren haben durch einblutige Mnserha: ihren traurigen Zustand selbst verschuld.t. Diese Anspielung auf Christus mag wohl manchen Leisten gefallen, besonders da ein Jude, ein Wasserdichter, ste ausspricht. (1u n;o#es pa~ mal-interpreter cstte expression: ein Juda, ein Wasserdichter, tbat will not say a jew who is a waterpoet, but a j<?\v who is not yet baptised. a water-proof-jew!}״. — Don seiner eigenen Taufe spricht er folgendermaßen: ״Du stehst mich daher, trotz .meiner Kopfleiden, in fortgesetztem Studium meiner Juristerei, die mir in der Folge Brod schaffen soll. Wie du denken kannst, — kommt hier die Taufe zur Sprache. Keiner von meiner Familie ist dagegen, außer ich. Und dieser Ich ist ׳ehr eigensinniger Natur. Aus meiner Denkungsart kannst Du es Di: weh! abstrahiren, daß mir die Taufe ein gleichgültiger Akt ist, daß ׳ch ihn auch symbolisch nicht wichtig 4

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