Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1868)
- Date
- 1868-10-01
- Page
- – (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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50 Karpeles: Heinrich Heins und das Judenthum. achte, und daß er in den Verhältnissen und in der Weise wie er bei mir vollzogen werden würde, auch für Ankere keine Bedeutung hätte. Für mich hätte er vielleicht die Beteurung, daß ich mich de! Verfechtung der Rechte meine: unglückichen Ltammesgencffen mehr weihen würde. Aber dennoch halte ich es unrer meiner Würde und meine Ehre befleckend wenn ich, um ein Amt in Preußen anznneümen, mich raufen ließe.Ich verstehe sehr gut die Worte des Pfalmisten: Herr Gort, gieb mir mein täglich Brod, daß ick deinen Namen nicht lästre!" — Und dennoch beging er die unwürdige Handlung, befleckte er ferne Ehre, aber er wurde seiner Thar n:ck: froh. Er schreibt über seinen Freund Gans: ״Ick weiß nickt was ich sagen soll, Cohn versichert mich Gans predige das Ebristenrhnm, und suche die Kinder Israel zu bckebren. Tbut er dieses ans Uebcrzeugung so ist er ein Narr; rhut er es aus. Gleißncrn so ist er ein Lump. Ich werde zwar nicht aufdören Gaus zu lieben, dennoch gestehe ich, weit lieber wär's mir gewesen wenn ick, flat׳, obiger Nackricht, erfahren hätte Gans habe silberne Löffel gestohlen. — Daß Du, lieber Moser, wie Gans denken sollst, kann lck ruchr glauben obfchon es Cohn versichert und es sogar von Dw selber baden w:ll. — Es wäre nur sebe leid wenn mein eurenes GnaufrsTn Dir in einem günstigen Lichte erscheinen könnte. Ich versichere Dich, wenn die Gesetze das Sreglen silberner Löffel erlaubt hätten, so würde ich mich nicht gerauft haben.- — An t1.;er. anderen Dteue heißt es: ״Du hattest damals auch einige sehr zn:e Gedanken über Iudenlhum, über Niederträchtigkeit der Peoseluenmachere:, Niederrräcktiakeii der Juden, die durch d'.e Taufe nrch: nur Absicht bab.n Lchwierizkeiten fortzuraumen, sondern durch die Taufe Etwas erlangen, Elwas erschachern wollen, und dergl. gnre Gedanken mebr, die Du ge׳ legentlich einmal ausschreioen soll:est. Dn bnst ja selbstständig genug, als daß Du es wegen Gans nicht wagen dürfrest, und was mich betrifft, so brauchst Du D'.ch wegen meiner gar ruchc zu geniren.- Bezeichnender noch für die Leelenunruhe, in welche ihn seine Taufe versetzt hatte, sind folgende Worte:. ״Ich bitte Dich sehr das Gedicht, sowie auch was ich Dir von meinen Privatverbalttnffen sage, Niemanden mnzutheilen. Ein junger spanischer Jude, von Herzen ein Jude, der sich aber aus Luxusübermuth raufen laßt, correspondirt