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Jeschurun · 1868-10-01 · Heft 1 (Oktober 1868) · page 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 1 (Oktober 1868)
Date
1868-10-01
Page
– (sequence 47)
Language
German
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Von Samuel A. Hirsch. 47 Judenthum des Geistes, das echte und wahre mit seiner reinen Gottesidee und seinen herrlichen Geisteserzeugnisten gekannt", wäre das von fernem Genie erkannte mit der ganzen Person in Einklang gewesen, welch ein Jute wäre Herne da geworden! Aus ähnliche Weise vermittelte das Genie den inneren Widerspruch bei einem der größten deutschen Gelehrten. Hier müssen wir aber, che wir sortfahren, einem Mißverständnisse Vorbeugen. Wir wellen Heine m t diesem Gelehrten keineswegs vergleichen, da die beiden Persönl'ä keilen sich sehr ungleich sind; sie waren Menschen vielleicht ganz verschiedener Natur. Nur der erwähnte psychologische Proceß scheint uns bei ihnen ähnlich,!re-lich nichts mehr als ähnlich zu sein. In Wilhelm von Humboldt waren zwei sich widersprechende Seiten. Steintb-al, Ln seiner Charakteristik der hauptsächlichsten Typen des Sprachbaues, S. 2!ר ff. setzt den Widerspruch auseinander, und fäbrr dann ferr: ״Hnrnboldts Genie begriff sich selbst nicht und, unbewv.ßr übergretteird über die Schranken des Verstandes und des Gcmülbes, lreß es in dieser Bewußtlosigkeit diese Schranken besteden Sollten nun die Ergebnisie der unmittelbaren Tbätigkeit des Ger!-s 1:! das Lclbsibewußrsein erheben, also theoretisch vermittelt werden, io stand der Verstand ungesawäckr da, um dis Erfüllung testen, was das Genie forderte, für unmöglich zu erklären. Wenn nämlich das Genie, diese Forderungen nur stellt»׳, weil es diseiben wesentlich schon geleistet harre, io hielt der Verstand Liese peiftun gen für unmöglich, weil er dieselben, obgleich sie schon Vorlagen, nickt begriff. Dreser Wirerspruch zwischen Empwie und Tbeorre oder Genie und Verstand zeigt sich in jedem Punkte, den Humboldt despricht, und drängt sich oft in einem und demselben Satze zusammen." Man steht, diese Parallele kann und!oll nur das Alleräußerste berühren. Was Heine's Genie über das Judenlhum erkannte, wurde sofort durch den mächtig ibn beeinflussenden Zettgeist sogleich wieder zerstör!. Heine's Genie überschritt zwar die Schranken der Erziehung und der äußeren Einflüsse, ließ aber d-^Whranken selbst bestehen. Diese Einwirkungen von Außen, das dem Heine Angebildete, hielten die Forderungen seines Genies für nicht zu erfüllende. So unvermittelt findet sich drc,ä.r Widerspruch manchmal in einem und demselben Satze. Dieses zu beweisen, wird die Anführung einiger Stel׳

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