Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1868)
- Date
- 1868-10-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Die jüdischen Hoffnungen in Ungarn. 25 Heren Zeder sich nach 1'ubieknven Geschmacks- und Neigungs Nichtungen, oder nach Rücksichten der berrschmden Mode, des winkenden Vortboils oder der friedliebenden Bequemlichkeit, obne alle Gewisscnsbelästwung so oder so entscheiden da^f. Für jeden Rechtschaffenen au? beiden Seiterz, jeden dem Rechte und der Wabrbeit Huldigenden, dem ״Reli ion" kein Spiel, liegt daber, bei den vorbandenen, so schroffen Gegensätzen, nicht in einer künstlich zu schaffenden, nur durch D'.nck und Gewalt aufrechtzu׳, ballenden Cen-ralisirniig, liegt nur in vollendeter aufrichtiger Scheidung die einzi.s Möglichkeit des Heiles. Mit schlaner, leider nur zu leicht zu durchschauender Klugheit hat man die Bcbauptung geltend macken wollen, es bandle sich bei den dem Cengreß zur Beraibnng vorzulegenden Entwurf« nur um reu׳, administrative Angelegenheiten, bei welchen das Religiöse gar nicht in Frage käme. Als ob Sein und Nichtsein des Religiösen, die Verwirklichung alles Religiösen im Genaeinde^ben nicht ganz und gar von dem Geiste der Administration abbängt, in deren Handen die Leitung der religiösen Zusiitutioncn gegeben ist! Als ob es möglich wäre eine administrative Organisation zu schaffen, die gleichzeitig den Gegensätzen, um sie mit den gang und gäbe gewordenen Namen zu bezeichnen, den Gegensätzen der Ortbodcpie und Neologie religiöse Befriedigung, wie man das nennt, verschaffen werde?' So gewiß wie sich keine Kanzel schaffen läßt, von welcher gleich׳ zeitig die ewige Unverbrüchlichkeit und die beliebige Abrogirbarkeit der הורה und פצוה, keine Schule, in welcher gleichzeitig die Gottlichkeit der Bibel und die Entstehung derselben aus fünfundneunzig Urkundenfetzen gelehrt werden soll: so läßt sich auch kein Vorstand einer Gemeinde, eines Bezirks, eines Landes schaffen, der gleichzeitig seine administrative Fürsorge den Jnstititutionen der Orthodoxie und Neologie zuwenden soll, oder man müßte zu allem Diesem Männer berufen, die, wie man spricht, über den Parteien stehen, d. h. denen Neologie und Orthodoxie, denen überhaupt das Religiöse völlig gleich, d. h. gleich Null gilt, und die in allem Diesen gleichgültige Formen erblicken, die man dulden und pflegen muß, so lange sich nicht die Welt zu der Höhe ihrer Erleuchtung aufge-