Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1868)
- Date
- 1868-10-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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in der Schule. 13 sie als Zweck der Wunder, mit welchen Gott das Volk seines Gesetzes in die Zahl der Völker einführte.*) Sie sollten zeigen, daß der, ״der gesprochen und es ward, auch gebot und es hielt inue," Nu amar wajehi, hu ziwa vvajamood, auf, daß der erkennende *) Mit Hinblick auf einen in andern censessionellen Kreisen jüngst riet besprochenen Gegenstand möchten wir uns ein paar anmerkende Worte gestatten, die auch dem Inhalt dieser Blätter nicht so fern liegen dürsten. Tie jüdische Wissenschaft hat nie in der Bibel einen Co- . der physikalischer, kaum metaphysischer Dogmen erblickt. Ihr lag der biblische Schwerpunkt stets im ethischen und socialen Aus- und Ausbau des irdischen Daseins, d. i. im Gesetze, zu welchem die wenigen einfachen metapbysischen Wahrheiten,- durch große nationale Erlebnisse zur Gewißheit empirischer Ueberzcugungen erwachsen, die Granitbasis bilden. Ibr spricht daher die Bibel immer, wie sie es nennt ״die Menschensprachc", d. h. sie bezeichnet die Tinge nicht von dem Standpunkt ihrer nur Gott esfenbareu objektiven Wahrbeit, sondern von dem Standpunkt des menschlichen Gesichtskreises, innerhalb besten sich ja überhaupt die Sprache der Menschen bildet. Ihr läge es daher unendlich fern, etwa aus dem ״Sonne, siehe siill!" des Iosua ein biblisch cs Dogma wir oder wider die Annahme irgend welchen Sonnensyftems >u machen. Mit der ,,Sprache der Menschen" spricht die Bibel von: ״Aufgang und Untergang der Sonne" und nicht vom Un- :ergänz und Aufgang der Erde, ganz 0׳ wie sicherlich Koperikns. Keppler u. a. in ihren Reden und SchriRen die Sonne und nicht die Eide .,au:׳ und untergeben" ließen, ohne etwa mit dtcsen Ausdrücken sich in Widerspruch zu der Wahrheit zu setzen, die sie aus Wissenschaftsicher Ueberzeugung geköpft. Die »Sprache der Menschen", if.fchon bene adam. die auch die Sprache der Bibel isi. sä brr fort undwird fortfahren, Erscheinungen und Vorgänge in der R nur nach sinnlichen Eindrücken zu bezeichnen, ohne damit irgendwie wi׳'enschas:lichen Forschnngen präjudiciren zu wollen. Die Tdan'ache an sich wird ja durch den Ausdruck in keiner Weise alrerirt und gehör: zu denjenigen natienalen Erleeninen, die wir ״Wunder" nennen, die aber die Bibel als otnorh umofcthim, als ״bebr- und Ucberzeugungs-Dha'en" bczeichnet, mit w.-lchen. eben der. Vater der Menschheit dem Volke seiner Lehre und ׳'ein.es Gesetzes bei iein.er Ausrüstung für den geschichtlichen Gaue licken durch die ZMen die Wahrheit von der Göttlichkeit der natürrduuna 'ge, von der nicht blos pbosischen, sondern sittlichen Weltordnung und der u'uvermittelt göttlichen Stellung des der Erfüllung des göttlichen Willens pflichtbewußt lebenden M euG eu. zur Gewißheit sinnlicher Ueberzeugung erheben wollte. Und diese othotli