Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1868)
- Date
- 1868-10-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 Don der Pflege des sittlichen Momentes wegt, das somit in jedem pbvsischen Wesen und in jedem Theilchen jedes physischen Wesens durch die ewige Schöpfermacht seines Gesetzgebers sich unwandelbar vollzieht, das ist — für die freie Erfüllung nicht in dem Menschen, sondern an den Menschen von den! selben gesetzgebenden Gott gesprochen — das Slttengesctz, durch dessen freie Verwirklichung der Mensch eben sich einreibr in den großen Chor Gott dienender Weltwesen, und mit dem Gott schauen: den Auge, dem sein Gesetz vernehmenden Ddr, dem sich zur Gesetz: Vollbringung frei entschließenden Herzen, sich eben zum ersten, Gott nahesten Diener in Gottes Weltenbause adelt. Diese Anschauung fürchtet nichts von dem geistigen Einblick in die Natur für das sittliche Menschenbewußtsein. Sie ladet zum Einblick in Himmel und Erde, auf daß jeder Sternengang und jeder Erdenkeim nicht nur den Schöpfer, sondern den Gesetzgeber uns predige, dessen Wille als physisches Gesetz in Himmel und Erde in wandelloser Vollendüng verwirklicht darliegt, und als Sittengesetz in Vollendung anstrebendem Fortschritt auf die freie Verwirklichung im Mcnschenleben durch Menschen wartet. Es ist nur Ein Begriff, in welchem diele Anschauung den Seraph an Gottes Thron und die Mücke im Sonnenstrahl und neben beiden, ja hoch über beiden das zur freien Entfaltung berufene Menschenleben in allen sernen Beziehungen umfaßt, cs ist dies der Begriff der ״Pflicht", aber der Pflicht als ״Mizwa", als Diktat eines Höbern, und nicht im Glauben, sondern in der freudigen und bedingslosen Unterstellung des ganzen Seins und des ganzen Lebens unter dieses höhere Pflichtdrklar erblickt sie dre Verwirklichung schon biniediger ungetrübter Seligkeit, die Erfüllung aller Hoff! ungen für die Gesammtmenschbeik nicht minder als für den e:n^׳.en Menschen. Sehomer mizwa, spricht sie, begreife alles zu Lösende als Pflichtaufgabe,!0 .joäa äakar ra, und es giebr für dich k in Uebel. 7 a* um taßr ib Zdeal de. Menschenwrisheit ihre Chochma, die tbeore::iche und praktische Erkenntniß in Einen Begriff liebend zusnmm.n, di׳ Ei kenn Iniß der Gott gehorchenden Welt und die Erkennrniß Lrs zum Gottesgehorsam bestimmten Menschen, und nicht um dem ״Glauben an das Da'ein Gettos״, so-:dern um der U-berzeugung von dem seinem frei gebietenden Wollen werdenden Gebonam in Natur und Geschickte ein für allemal die Gewißheit empirischer Tbatsachen zu leihen, erblickt