Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1868)
- Date
- 1868-10-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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in der Schule. 9 kodemeth lechochmatho. wo die Wißenschaft s-stbst atu sittlichem Grunde beruht, nicht aber da, wo d׳e Auerkeit־׳:•׳ ׳a des Sittengesetzes erst aus einer, nicht ^cnt sittlichem >כa11 getracjenen Svekulation erwachten. soll, sie daher selbst eutem Heros geistiger Bildung ihre Huldigung versagte, wenn er in ׳einer Genialität einen vom Stttcngei'etze disvensirenden Tretbrief erblicken mochte und einen solchen Genius nur namenlos. Acher, durch ihre Hallen wandeln lieb: so wurde doch in ihren Schüler! die lange venttlirte Frage binsichtl'ch der Priorität des theoretischen Studiums oder der praktischen Erfüllung also geichlichtet: ^adal tbalmud sehemedi lide maa~5c. dem Visiert gebührt die Priorität, denn nur das rechte Wißen erzeugt das rechte Tbttn. Unter der Aegide dieser Anschauung trat dann naturgemäß bei der Frage der geistigen Bildung die Frage nach dem künftigen Be- Akuf in den Hintergrund, ja es galt als Entweihung der Wißenschaft und des Strebens nach Wißen, sie, wie der Ausdruck lautet, zu einem Kran; der Selbstverberrlichung oder zu einer Axt der Brodarbett;u erniedrigen, Wissen sollte um seiner selbst willen angestrebt werden, und geistige Bildung und Fortbildung zum Lebensberuf eines Jeden geboren. Für die Phrasen: über seinen Stand gebildet zu sein, durch zu Hobe Bildung für seinen Beruf nntauglich werden, hätte jedes Perständniß geieblt. Pie Arbeit für die leibliche Exist-mz und d!e Arbeit für die geistige Nabrung waren Beide durch das Pfltchtgebot des Sittengesetzes gleich geadelt. Ein Standesunterschied nach Art des Lebensbernfs war unbekannt, nur Geistesbildung und Si.'tenreinbeit erwarben Achtung, und nur!׳!so fern ein Eristencheruf de: ersteren arößere Muße, und der letzteren wenige: Gefährdung gewährte, ueki^a v^kalte, ״rein und leicht" war, wie der Ausdruck lautete, galt eine Auswab' im Broderwerb. Sehr viele der geistigen Heroen und der als Leuchten der Erkenntniß und der Drßenschast tu geistiger Leitung ihrer Zeit emporragendften Männern lebten von ihrer Pändearbeit oder ihrem Geist afte, waren Holzhauer, Waße״schövHr, Schneider, Schuhmacher, Ackerhatte:, Heerdcnbesiyer, Makler, Kausieu-e, uv.d dem :: ateriell Aermsten im Volke war in seinem Anthei! an du a et st i gen Nationalschätzen ein Lebensschatz gesichert, der sich dem Ei׳.:sluß des Geschickes: Wechsels entzog, ja sich in Geschickesberbe erst recht in seinem W.-rthe erwies, über alle Widerwärtigkeiten zu beben und zu trösten ver-