Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1868)
- Date
- 1868-10-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Don der Wege des sittlichen Momentes stand, die Arnutth von dem Fluche geistiger und sittlicher Verkommenheir frei machte, und den Aermsten die Pforte zeitgenössischer Achtung, ja Verebrung offen dielt. Es sind dies nicht etwa Züge eines idealen Phantasiegemäldes, es sind nur einige Andeutungen eines confret verwirkllchten Volkslebens vieler )adrdunderre, wie es noch in der ״Eamera obscura" des talmudischen Schriftlbums in naturgetreuer Selbstabspiegelung historisch dokumentirr vvrl'.egt, und sich selbst in dem wenig gekannten und vielfach verkannten jüdischen Gemeindeleden nicht verleugnere, das hinter den Gdettimauern bis zu den Erinnerungen der Gegenwart sich vollzog. Und es aebören diese Anschauungen nicht etwa nur den talmudisch.-rabbinn'chen Zeiten an, sie selbst sind nichts als Fortträ: gerinnen des Geistes, der alle die Schriften des A. T. durchweht. Wie von vornherein nicht ein hierarchisch von Priestern zu leitendes, sondern ern ״Gesa mm:reich von Priestern und ein heilig Volk" das Ziel der biblischen Institutionen ist, und schon in dieser Ankündigung zerstige Priesterbildung und Siltenherligkeit, als sich gegenseitig bedingend, von Jedem gefordert wird; wie daher der Gorlesbund nicht mir den Priestern, den Aeltesten, den Führern, sondern in völliger Parität mit Jedem, brs zum ״Holzhauer und Wafferschöpfer" unmittelbar und unvermittelt geschloffen, und die N2r:onalwmenschafr, die Tbora, ausdrücklich als Erbtberl der ״Gemeine" Iakob's erklär! wird: so wrrd auch überall an den Geist, an die Einsicht eines Jeden appellrrl, und ״Lernen", stete Leschäftigung niil der gerstbiltenden nationalen Wrffenschafr, und ganz besonders ״Lehren" ferner Kruder als ernstestes Psirchtaebot einem Jeden eingefcharfr. ütichl von eurer zu gängelnder: Unwissenheit, von einer erleuchteten Volksac'ammtbei! erwarten dre Institutionen des des alten Buntes irre Erurlluria. Darrm sind auch die ialomonischtn Gnomen tie«e Svruchweisherr des;!ruschen Volkes, von Ansang zu Ende voll von d m Preis der E kennrrust und Weisheit, ist ihnen Unwissender:, geistige Unbildung, übe.all das Grab der Stttllchkett, sin. ihre ״Ewrlirn und KeßlUm" immer in eben solchem Grade Fe nde der Lurlichkeit, wie sie Verächter der geistigen Erkenntnl^ sind, u d darnru faßt ihre ״Chochma" das Zdeal ter tbeoretlsch.n und vrakr.'ch-. : Vernunft gerrdezu rn Emen Begriff zusammen. Ja auf dem Boden dieser, Geistesbildung und SülUchkeit