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Jeschurun · 1885-12-10 · Heft 50 (10.12.1885) · p. 786

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Journal
Jeschurun
Volume
18 (1885)
Issue
Heft 50 (10.12.1885)
Article
Das Gutachten des Herrn Rabbiner Dr. Ehrenfeld
Date
1885-12-10
Page
786 (sequence 2)
Language
German
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786 קורין בתורה ואין מפטירין בנביא" ואץ עושץ מעמד ומושב ואין אומרים ברפת אבלים ובו׳ פחות מעשרה. Zu dieser Mischna beginn! die מנה״ם :נמרא אמר ר׳חייא בר אבא א״ר יוחנן דאמר קרא ונקדשתי בתוך בני ישראל בל דבר שבקדושה לא יהא פחות מעשרה מאי משמע דתני ר, הייא ובו׳. Und darauf folg!: אין עושין מעמד ומושב פחות מעשרה ביון רבעי למימר ובו,. Offenbar hat die נמדא demnach für alles in der משנה bis zu מעמד ומושב Aufgeführte, somit auch für קריאת התורה, den Grund ונקדשתי angegeben, wenn auch in dem Wortlaut von 'ק׳הת der Begriff קדושה nicht ausdrücklich' hervortritt. So hat cs auch unzweifelhaft רמב׳ם aufgefaßt, 'הלכות תפלה ח׳ הל׳ ד ה' ו,. Und wenn auch דין meint, der Grund ונקדישתי gelte nur für פורם על שמע und עוברין לפני התיבה, weil da in קדיש und קדושה der Begriff קדושה genannt ist und für תקנתא דרבנן היא ולא :ק׳ה׳ת׳ תקנו אלא בצבור, so dürste es doch seststehen, daß diese תקנת ה׳ז׳ל es darum בצבור geordnet, weil es dem Begriffe nach zu דברי קדושה gehört. ברכו in תפלת ערבית ist auch nur בצבור ohne vorangegaugene oder folgende קדיש und קדושה, und קריאת התורה beginnt mit dem Aufruf ברכו. In höchst bemerkenswerther Weise haben aber מםררי תפלתנו gerade bei ק׳ה׳ת׳ den sonst dem Wortlaute nach vermißten Begriff קדושה so ganz nachdrücklich hervvrgehoben: . . . "״נד ל ו "ונרוממה" שמו,ברוך שנתן תורה ל׳ע׳י, "בקדושתו" רוממו . . . כי קדוש״ וכוי ,רוממו . . . והשתחוו . . . קדוש" הוא". Nach רימיבים sind es gerade die ברכות, welche ק׳ח׳ת zu דבר *שבקדושה machen, wie כפף משנה daselbst הל׳ ב nachdrücklich hervorhebt וכתב רבינו ולא קוראי; בתורה ומברבין לפניה ולאחריה דאילו בלא ברנה פשימא דמותד לקרות. Es ist somit alles, was wir über ק׳ח׳ת׳ in unserer ersten Besprechung des Ehrenfeid'schen Gutachtens gesagt haben, hierdurch vollständigst bestätigt und der Verlesung der Thora im Gcmcindegottesdicnste diejenige Bedeutung gesichert, welche dem Begriffe ״Gottesdienst" im deutschen Strafgesetzt durchaus entspricht: קריאת התורה בצבור mit den dazugehörigen Vor- und Nach-ברכות zählt so bestimmt zu den דברי קדושה. von welchen ר׳מ׳בים daselbst הל ו׳ hcrvorhcbt: וכל דבר קדושה לא יהא אלא בתוך העדה .'מישראל שני ונקדשתי'בתוך ב׳ י׳, daß darüber gar kein Zweifel obwalten kann. Herr Dr. Ehrenfeld versucht vergebens, seine irrige. Auffassung zu rechtfertigen und gelangt dabei von einer Unbegreiflichkeit zur andern. So will er aus der Forderung, daß bei ״ איזהו מקומןdas Verständttiß des Inhalts unbedingt erforderlich, was bei Gebetstücken, wo die allgemeine Andacht das fehlende' volle Vcrständniß ergänzen kann, nicht der Fall ist", folgern, daß dieses bloßes Lernen sei. Sollte aber nicht aus dem מנן אבדתם und באיד היטיב zur Stelle, welche Herr Dr. Ehren feld an führt, zu entnehmen sein, daß, falls die Rezitirung als Erfüllung der לימוד התודה- Pflicht angesehen werden sollte, ein. wirkliches Verständniß des Betreffenden dafür nothwendig sei? Jedenfalls aber hatte sich Herr Dr. Ehrenfeld sagen müssen, daß auch nach seiner Auffassung aus diesem Beispiele mit zwingender Nothwendigkeit hervorgehe, daß die Thora- Vorlesung im Gottesdienste 'קיה׳ת nur zur תפלה gehören kann, wo ein wirkliches volles Verständniß nicht als unerläßliche Bedingung vorausgesetzt wird אף שאינו מבין ה׳ק׳ב׳ה יודע בוונתו. Denn sonst wären ja heute thatjächlich, wo die מתורנמין bei ק׳ה׳ת fortgefallen sind, in sehr vielen Fällen die über ק׳הית gesprochenen ברכות לבטלה, בדבות!! Es folgt hier demgemäß gerade ans dem von Herrn Dr. Ehrenfeld geltend Gemachten das Gegenthei! dessen, was er erweisen will. Wenn er ferner aus מנן אבדתם zum ביי קלט. ד die Bedeutung der ברבות bei 'קיתית zu einem bloßen ״poiut d’honneur für die Gemeinde" stempeln will, weil es daselbst heißt'ובצבור נתקנה משום בבור צבור, so übersieht er. daß in demselben Kapitel פיה׳ ber ב׳י׳ schreibt דמשום כבוד התורה נתקנה כשקורא בצבור. Der Ausdruck im ״משו' בבור צבור״ מ״א kann deshalb unmöglich als ״point d’honneur für die Gemeinde" begriffen werden, er ist vielmehr lediglich im Sinne des ב״י selbst aufznfassen, daß der zur Thora Ausgerufene vor der Gemeinde die hohe Bedeutung der Thora für die Gemeinde aussprechen soll, und zwar in dem Falle des ם'ה, selbst wenn er unmittelbar zuvor bereits für sich die ברבת התורה gesprochen hätte, צריך לחזור ולברך וכו׳משו׳ בבור התורה. Das ist allerdings auch zugleich בבור הצבור, die höchste Ehre der Gemeinde, welche damit als Trägerin der Thora bekundet wird, wie diese als das heilige Erbe der Gemeinde: תורה צוה לנו משה מורשה קהלת יעקוב, das wird hier zum Ausdrucke gebracht, das ist כבוד התורת und כבוד הצבור. Also auch diese Anführung des Herrn Dr. Ehrenfeld zeugt wider sein Gutachten. Nicht minder aber auch die von ihm ferner angeführte Stelle ans Maimonides Hilch Tefitta XII 9, welche beweisen soll, daß die Thoravorlesung beim GcmeindcgotteSdienste nur ein Unterricht sei. Demjenigen, welcher מי שהוא עוסק בתורת תמיר ותורתו אומנתו, heißt cs dort, sei es zu. verstatten, sich mit den Thorastudien zu befassen während der Thoravorlesung. Hier aber ist ausdrücklich nur von. dem שתורתו אומנתו, also einem Manne, welcher mit dem höchsten Charakter der N^N-Beflissenheit bekleidet ist, die Rede. Hätte . Maimonides das sagen wollen, was Herr Dr. Ehrenfeld beweisen will, so würde auch ein jeder gewöhnlicher ׳ fleißiger Schüler von dem Zuhören der 'קיהית befreit

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