Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 50 (10.12.1885)
- Article
- Das Gutachten des Herrn Rabbiner Dr. Ehrenfeld
- Date
- 1885-12-10
- Page
- 785 (sequence 1)
- Language
- German
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V p %. Teweth 5646. 10. Dezember 1885. in Haus, Gemeinde und Schule. iegtilHäe{ non ©tlHijÜH Raphael Hirsch, Hll^'iner 1 fsraeFittflen KkFigimisgescMllst zn Jtttnflfiiri a. Hl. Neue Folge. - Dritter Jahrgang. HcrauSgegcben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Asaac Kirsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementsprcis bei allen Postanstalten und Buchhandlungen 2M. 50 ,für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt durch die Helwing'sche Verlagsbnchhandlung zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang für L2<,/£ oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich׳, für 14 oder L8 Fr. nach den Ländern des TstcltpostvereinS. -- Anzeigen werden mit 25^ f. d. Zgespaltene Petitzeile oder deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Artilleriestr. 20 FuhaLLsMerZeLchuitz von Nr. ZG. Das Gutachten des Herrn Rabbiner Br. Ehrenseld (Fortsc^ung). — ״Vorwärts" oder ״Rückwärts" (Schluß). — Die wirkliche Sendung MoseS (Fortsetzung). — Koüektiv-Berichte ans llnüuru (B). — Johann Zesiowitz (Fortsetzung). — Aus der Amsterdamer Gemeinde. )705—1812 (Fortsetzung). — Korrespondenzen und Nachrichten: Hannover, Berlin, Frankfurt (2), Bückeburg, Burgpreppach, Aus Ungarn, Budapest, Schweiz, Paris, Buckarest, Odabesti, Serbien, Petersburg, Warschau, Washington. — Inserate. Ms GMHie« des §tm MhhiM Dr. Ehreaftld. (Fortsetzung.) Was über von לימוד התודה, von dem Thoralernen .gilt, das gilt in noch viel höherem Maße von קרה״ת נצבור, von der Thoravorlesung im GemeindegvttcSoienste, weshalb diese auch zu unseren höchsten ״gottesdienstlichen Vorrichtungen'', zu dm דברים שבקדושה zählt, welche wie קדיש ,ברכו ,קד׳שמע nun בצבוד ftattfindm dürfen und von unseren ח׳ז׳ל auf beit Aussprach ״ ונקדשתי כתוך מי ישראלdatz Sch gchkMgt werde in Mitten der Söhne Iisraels" (Levitieus 22,32) gestützt sind, welches absolut das Höchste enthalt, was von uns gefordert wird. Heißt doch dieses ,וניקדשתי ״daß Ich geheiligt werde" nicht anders, als daß Gott und Sein Gesetz von uns als das Höchste und Heiligste, als 'die einzige Bedingung für alle unsere Lebensänßerungen anerkannt werde, und dürste wohl nicht der leiseste Hauch eines Zweifels darüber obwalten, daß damit der Begriff der höchsten ״Erbauung" gegeben ist, deren Erweckung der Vorsitzende des Landgerichts zu Gnesen, Herrn vr.Ehrenfeld, als eigent- Liche Bedeutung des Gottesdienstes im Sinne des deutschen Strafgesetzes bezeichnet hat. Es bedarf wohl hier im Hinblicke auf das, was wir bereits entwickelt haben, des besonderen Nachweises nicht mehr, daß unsere großen Meister und Lehrer, unsere ח׳ז׳ל׳, durch die Anordnung diese דברים שבקדושה das von dem göttlichen Ausspruche ונקדשה*״" geforderte קידוש השם, ja selbst die מסירת הנפש על קידוש השש, die Heiligung Gottes durch Erjüllung Seines Gebotes und die willige Hinopferung selbst des Lebens für dieselbe zurKmntniß und Anerkenntniß und zum gelobenden Vorsatze haben bringen wollen. Daß die Thoravorlesung im Gemeindegottesdienste zn diesen דברים ־ שבקדושה zählt, die nur בעשרה sind und. worauf dieses ונקדשתי Anwendung findet, ergiebt sich aber aus מגילה כ,ג, wo cs heißt: אץ פורסין על שמע דאין עוברי; לפני התיבה ואץ נושאי; את כפיהם "!ןאין