Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 13-14 (26.3.1885)
- Article
- Vier Sinnesarten
- Date
- 1885-03-26
- Page
- 206 (sequence 3)
- Language
- German
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200 in bcv von (Mott gelenkten Geschichte, wessen Her; nich erfüllt ist von der Vicbc •u (Mott, von der vicbc';!t Menschen, wer nur kalt nnb frostig;11 denken und handeln, aber sich nicht zu begeistern vermag für da>5 Veben, dessen Hecle sich nicht erhebt an der Erinnerung einer großen Vergangenheit und an der Hoffnung ans; eine noch herrlichere Zukunft, wer ausschließlich denkt, den kann sein Henken ansschließen an? der Genossenschast de? jüdischen Preise?, und ein solcher wird die ,דור; und die הקים und die משפטים, die als von seinem (Mott ihm gegeben, im ׳Anfänge er erkannt hat.! vielleicht hinausweisen and dem Kreise seiner Verpslichtnngen und mit dem Verlust de? jüdischen Herzens : auch den jüdischen (Meist verlieren. Ha? (Mcinüth ist der Schutzpanzcr des Gedanken?: das ist die Parole and dem ersten Karaltcrbild des הנם, des Weisen. 11. ונו׳ z:’s רשע מה הוא אומר נזה העבודה הזאת ״Der gesetzlose frevler spottet: ״was kommt euch für Nutzen and dieser mühevollen Arbeit?" euch, sprichter, und schließt sich and, damit hat er den Grundgedanken des BefreiungdzweckeS geleugnet, jo slumpse seine Zähm.׳ ab und sage ihm: ״;um Zweck. daß ich died hier thne, hat mir (Mott seine Wunder erwiesen". ( mH־, nicht i h m, wäre er dort gewesen, so wäre er; nicht erlös! worden." ׳ Her דיני ע, der gesetzlose Bösewicht, der sich frevent :!ich gegen jede? Gesetz auslehnt und anderen Willen; nur unter dem Drucke von Gewalt folgt, der für all : sein Thun .und fassen keine andere Richtschnur kennt, als das zügellose Begehr seiner Brust, den nur der greisbare Ge vinn, der bald sichtbare Nutzen lockt, der j Ideale nicht kennt und höheren Seelcnschwnng vcr-; lacht, der sieht natürlich in den Vorbereitungeir zu der Peßachfeier und in dieser selbst nur nutzlose Hinge, die nichts einbringcn, und er fragt: מה העבודה הזאה לנם, wad sollen euch alle diese Vor׳ und Zubereitungen, was gewinnt ihr dabei-und welchen greis'oarcn Borthcil erlanget ihr dadurch? — ״ihr", spricht er. diese? ״ihr" noch spöttisch betonend. Er begreift sich nicht unter die;n dieser עבודה, diesem Gottesdienste Verpflichteten, er kann die wahre Menschenbestimutung und Menschensreiheit nicht darin finden, daß man ein 'עבד ה, Gottes Diener und Arbeiter wird: , — damit hat er den Grundgedanken des IudcnthnmS, wie er sich in der Befreiung anS Mizraim anssprach, geleugnet. Seine Gesinnung hätte ihn nicht der Befreiung ans dem Sklavcnjoche wür-dig gemacht, da er ja den Zweck der Befreiung nicht verwirklichen will. Wollen wir einen solchen רשע bessern, einen solchen Karakler auf die richtige. Bahn bringen, so dürfen wir nicht mit ihm dispntircn und nicht mit ihm die Gründe der עבידה, de? Gottesdienste?, durchsprcchen, sondern ״wir müssen seine Zähne stumpf machen", vom Grund aus seine irrige Auschauuug, die darin wurzelt, da!; jede Handlung außer ich ihre Früchte suchen müsse, be׳ kämpfen und ihm zurnfen: ״für diesen Zweck, damit ich die? thne, hat (Mott mich and Mizraim geführt". Hie beiden synonhmischen Bezeichnungen für ״wegen" ב;לל und בעבור werden von den (Mrammatikern dahin erklärt, daß בנ^ל heißt •״an? dieser Ursache", sich also ans die Vergangenheit bezieht, ״ בעבורzu diesem Zwecke", mithin ans die Zukunft geht. בעבור זה עישה ה' לי, Alles was (Mott mir gethan, das wisse, du Frevler, da? hat er gethan, damit ich diese? thne; -- du willst den Vohn der gottbefohleuen Handlung außerhalb derselben suchen, du frag׳'«, wa? sie und einbringt, was wir für merklichen Gewinn durch sie erzielen, da? i!l : ja eben der Fehler deiner materialistischen Anschauung: - die Handlung braucht außer sich keinen Vohn, sie trägt in sich schon ihren Gewinn, und in dem Be : wußtsein ihres Ursprung? liegt der höchstmöglichste l Vortheil. Der Wille zur Uebcrnahme der Verpflichtungen unter diesem Gesichtspunkte war die nothwcudigc Vorbedinguug siir die Erlösung, und wenn dieser Wille nicht gewesen wäre, wenn das Prinzip de? רשע, de? Frevlers, in Israel? Herzen genistet hätte, dann wäre e? nicht, befreit worden, 5אלו היה שם לא היה נכאי- Wa? lehrt und da? Karaktcrbild de? רשע, de? Frevlers? cs lehrt und eine tiefe Wahrheit. Rabbi Mosche Sofer spricht zum Schlüsse seiner Nesponseu zum Orach Ehajim da? bedeutsame Wort and, daß so sicher wir auf die Ankunft des Messias und der mit ihm kommenden glücklichen Zeit hoffen müssen und sollen, so sicher de? Guten der Vohn und de? Schlechten die Strafe wartet, so wenig dürfen wir doch ob diese? zu erhoffenden Lohnes Gott dienen; da? Bewußtsein, seinem Befehle gehorcht zu haben, sei unser einziger! Vohn. l Ha? spricht auch die Zurechtweisung de? Frevler?. '׳ Gott hat und befreit, dadurch sind wir seine Knechte, ׳ geworben zu seinem Hiensle; darin beruht unsere höchste : Seligkeit. Suche den Vohn für. die Gutthat nicht außer dir,; finde in dem Bewußtsein, sic geübt zu haben, die ' himmlischste Glückseligkeit; — diese? Motto lesen wir au? dem zweiten Karaktcrbild de? רשע, des Frevlers. j - iir. ' ' הם מה הוא אומר מה זאה ובו' י. Der fromme : Biedermann fragt: ״wa? ist die??" darauf antwone ‘ ihm: ״Mit Stärke der Hand hat Gott uns ans Mizraim,! dem Sklavenhause, herauSgcführt." .! Der הם ist kein Einfältiger,׳ er ist ein frommer,