Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 18 (1885)
- Issue
- Heft 5 (29.1.1885)
- Article
- Der Kampf um's Dasein
- Date
- 1885-01-29
- Page
- 66 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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66 20t\y c!־cimv:« und zeigte itjnt hier bic Ucbcrioinbitng und wir N ich e Beherrschung der Erde. הגג״ בדברכזייך־ םם ^הם כן הבכיכ; ..seht, ich lasse euch Brod vom Himmel regnen," laute! das Wort, welches die Zorge bannt, die liriftcu^ des Menschen sichert und ihn in Wuhrljeit die Erde überwinden läßt, indem cS den anscheinend unmislö-Bcheu Konnex aushcbl, in welchem des Menschen Daseiusdediugung zu der Erde steht. נזליאל א*:‘״ כ א ■יראה בכה הרים? -1. w-׳^! "ו ־א-,: ־r' י״ייאי רד כן Hv רהטי האי־ין. : ) י1v י האר להן העליונים להם ער־ מן ירד הלחם כן ec lange der Mensch von der Erde das Brod cnvanet, so lange ihn! die wesentlichste Bedingung seiner Erichen; in der Erde zu wurzeln scheint, so lange cs ihn! als einzige Ausgabe seiner Thätigkeit gilt, der Erde das Geheimnis; abznlauschen für die Gewährung seines Brvds und sich als der Erde Meister zu de׳- währen in der Kunst, ihre Kräfte sich nutzbar zu machen, so lange ich er nicht Herr, sondern Knecht der Erde, so lange schleppt er mühselig sein an der Erde ge-!ettctes Dasein von der Wiege zum Grabe, so lange perlt der Schweiß ans seiner Stirn, so lange keuchl die Brust unter der fast unerträglichen Bürde der Sorge und der Mühe um ein freudloses, dorn- und distelreiches Dasein. So lange er vom Himmel nur den labenden Than, den befruchtenden Regen und die Wärrne auschrahlende Sonne erwartet, von der Erde aber das Brod seiner Eristenzsichcrung, so lange schwindet nicht die Sorge aus seinem Herzen, so lange ruht nicht der Kamps: denn er fühlt die Unzulänglichkeit seiner Kraft und die Unzuverlässigkeit der Erbengunst, er gewahrt überall Feinde, die mit ihm ringen um. das Stückchen Brod, Feinde in der Ratur, Feinde in der Gesellschaft, gegen welche er kämpfen muß, um nicht zu unterliegen. Rabbi Simon den Gainlicl aber erkennt in der göttlichen Berbeißnng an die vor die Schrecken des Hungers in öder Wüste gestellten Israeliten die Sorge scheuchende, Frieden bringende, Erhebung gewährende bedeutsame Offenbarung, welche die schauerlichste Einöde zu einem Eden mnwandelt und den bcdrüngtcstcn, ohnmächtigsten Sterbliche» zum freiesten, glücklichste» Mensche» macht. So wenig der Mensch in seinem wesentlichste!! Theile der Erde entstammt, vielmehr die Erde nur ihren Thcit darbot zur Aufnahme des hinrmlischen. eigentlichen Mcnjchcnivcscns. also ist auch die Fortdauer seiner Existenz!mr im untergeordnetsten Theile von irdischen Potenzen abhängig, die eigentliche א (* כדרש j״r Stelle. Bedingung b'Ct Erhattnng seines Daseins ruht nicht ans Erdem Dem Gott m Wchrhect »»bedingt vertrauenden und sich Seiner Äittmg hin gebende» Menscheu verkehrt sich die mi sch eine n d natürliche Ordnung. Das Himmlische geht ein in die irdische Gestaltung seiner llebc»Sb׳edingnng mnd bas Irdische wird in die Sphäre des Himm.l!ische» ge HM». Ihm spricht nicht das Brod ans dem Bode» Ser Erde, ihm steigt nicht der Than hernieder von Oben; sein Brod wird ihm aus Hlmmelshohcn und zn Sem Act her dringt ihm ן der Tha» empor. Wahrend Andere wahnen, der Mensch sei der Schöpfer fm1;er Lebenserhaltung, weiß er, daß das ganze Bermagm des Menschen daraus beschränkt ist, den Boden empfänglich zn machen, ihn zu durchd ringe» mit tan befrachtenden Than seiner Gott wohlgefällige» rüstigen Arbeit, undseines Gott wohlgefälligen Wandels, dann laßt sich die Himmelsspende gern hernieder auf dm von ihm zu ihrem Empfang wohl vorbereiteten! Bode». Sie hat nur darauf gewartet, daß der Thmn zn ihr von der Erde emporsteige und sie einlade, cinnzuziehen in die Stätte der Sterblichen und dort zn spende», was der Gott dienende Mensch bedarf. Er weiß, daß Gott, der ihn ins Dasein gestellt, ihn auch umfangt mit Seiner allmäch׳ tigen Liebe; und dieser väterlich׳ für sorgenden Alllicbe Geschenk ist fedc Ach re, di׳e auf den! Acker prangt, jede Förderung der tKbMSkraissi. die dem Menschen wird. Gottes Liebe ist »mZ'schöpstich, Gottes Allmacht unermeßtich. Er hat seinem Geschöpft keine größere Last aufgelegt., als es zu tragen vermag. Er hat ihm die Ausgabe gestellt, die Erde׳ ,,zn bearbeiteu und zn Hülm," alle seine Kräfte in der treuen Pflege der von Gott geschaffene» Erde zn entfalten, damit Gott ihm die Erde z» einem Ga,rt׳m des ׳Glückes, der Wonne und des Friedens gestatte. — Wir haben nlchlS mehr und nichts weniger z» th»n, als de» Ucker urdar zu niachen für das himmlische Brod durch die treue Erfüllung des göttliche» Willens;, mehr k-iegt uns nicht ob, und z» Mehre re in reicht nnfere׳ ®rafft nicht ans. Thöricht die Mensche», welche gtanbenn, sie könnten ein. Weiteres. Die in diesen! Bewußtsem geübte Arbeit erniedrigt nicht de» Menschen 31:1 m Knechte der Erde, sie adelt ihn und erhebt ihn znm wahrhafte» Herrn der Erde, welcher «m Gattes Statt feimm. Mit ge schöpfen gegenübersteht. In der Brust eines n:m diese»! Geiste schaffenden Menschen hat die guälmdc Sorge keine Stätte, für ihn giebt cS keinen Kamps, er wirkt und arbeitet im Dienste Gottes nnd erwartet in sorgloser Ruhe, daß Go!t ihm den Segen gewähre für das Bedürfuiß seiner Existenz. Er weiß, daß Gott eS ihm bescheeren wird ״ דבר ־יום ם?״כרtäglich das׳ Tägliche," und darum ängstigt er sich nicht, »»d darum sorgt er nicht. Täglich warte» seiner die Arbeit, täglich der Gottes-