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Jeschurun · 1868-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1868) · p. 378

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 10-12 (Juli 1868)
Article
Pädagogische Silhouetten
Date
1868-07-01
Page
378 (sequence 6)
Language
German
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Pädagogische,MHouetstü« 8W nicht eine anjbfij-e Michtung eiuschlagen,werde, n.yd ,zwHHgst npch, 6b Mim,nisten Falles das unsre,!willige Bad die b.esür1ch.te,te Krkäljung zur ,Folge haben .werde. Die Vorsicht ,wgr .glezchwo.hl geboten, nicht wahr? Allein derselbe Kleine zeigt unverkennbar SMP.? tome eines sich entwickelnden Ungehorsams, ,Eigensinns p. s. w. Das macht sich freilich sehr bemerklich, allein anstatt nun i» gleicher Sorgfalt herbeizueilen und die Leitung der sich hierin bekündenden erwachenden erfreulichen Witleiiskräftigkeit — ihre fehlerhafte Richtung restringirend — in die eigene erfahrene Hand zu nehmen, schaut das Auge der Eltern sorglos zu, sie hörey den Hilferuf gar nicht, und nicht die Mahnung der ernsten Pflicht. Und haben es Eltern versäumt, das ihnen in diesen ersten Lebensjahren in so vollem, so reichem Maße entgegengebrachte kindliche Vertrauen zu erhalten, ,zu kräftigen, zu steigern, —haben sie es ,unterlassen, das Kind zu lehren, der höheren Einsicht das eigene Wollen unterzuordnen, in Selbstüberwindung und Gehorsam cs .erstarken zu lassen und zu gewöhnen, in seiner kleinen Welt und für seine kleinen Fähigkeiten schon das Können als durch das Dürfen bedingt und begeänzt zu erkennen, dann freilich wird es im siebten und achten und den späteren Lebensjahren wenig geneigt sein, seinen Willen zu Gunsten des elterlichen zu entthronen, unter elterlicher Aegide lieb gewonnenen Gewohnheiten und eingewurzelten Untugenden mit Einemmale zu entsagen, dann freilich wäre es am Platze: das Kind versteht euch nicht. Ein kluger Gärtner-, der vor seinen Augen das tragfähige Erdreich eine Beute üppig anfschießenden Unkrauts werden läßt und dann mit Einemmale kömmt, es zu bepflanzen und reichen Ertrag sich erträumt. Ein gewissenhafter Hüter — hat sich das anvertraute Gut entwenden lassen, der Entwendung vielleicht ruhig zugeschaut — trifft dann die Schutzveranstaltung. Zu spät, Gärtnert Jetzt gilt's erst wieder zu erobern des Erdreichs Kräfte, welchem du Pflege und Kunst vorenthalte». Zu spät, Hüter, dein Schutz! Wo ist es, das anvertraute Gut? Was ist aus ihm geworden?- Wenn schon diese Wahrheit, die die erste Lebensperiode als das vorzüglichste Gebiet der grundlegenden Bethätigung der Erziehungsanfgabe in Anspruch nimmt, — eine Wahrheit, die doch

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