Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1868)
- Article
- Die Rabbinerversammlung zu Kassel
- Date
- 1868-07-01
- Page
- 351 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Are RMinerversaumlung zu Kassel. 351 ״naiven religiösen Anschauung" sein müsse und daß sie zu einem anderen kein Zutrauen besitzen können? Welchen Werth diese fünf Beschlüsse haben, vermögen wir nicht einzusehen — taut de bruit pour uue Omelette! Denn alles Uebrige: 25 auf den Gottesdienst bezügliche Fragen von Philippson nebst einigen Amendements; die Anträge Dr. Wieners ans Oppeln: die Eheschließung während der Sefira zn gestatten und eine Revision der Speisegesetze vorznnehmen; V1-. Philippson's (aus Dessaul Antrag: eine Einheit in dem Religionsunterrichte anzustreben; die Anträge Di. Geiger's in Bezug auf Wein, der aus nichtjüdischen Händen kommt und auf das Proselytenbad u. s. w. u. f. w>, an Commissionen zu überweisen, kann man schwerlich als ein großes Resultat ansehen. Diese Commissionen sollen bekanntlich für eine noch urigeborene Synode arbeiten. Bezeichnend ist noch, daß ein Antrag vom Oberrabbiner Cahn aus Trier, daß die Rabbinen mit aller Kraft auf Heilighaltung des Sabbaths im Geschäftsleben hinwirken sollten, abgelehnt wurden. Wir enthalten uns auch hierüber, sowie über die erwähnten an Commissionen überwiesenen Anträge, welche uns nicht einmal dem Wortlaute nach authentisch bekannt sind, heute eines Nrtheils und gelangen zum Schlußworte des vr. Adler, welcher diese Tage als die glüZlichsten feines Lebens pries und an jenen Midrasch erinnerte, nach welchem ein Heide einem jüdischen Weisen vorgeworfen, sein Gott sei ein Dieb, der dem Adam im Schlafe die Rippe gestohlen, worauf der Weise geantwortet: allerdings, aber er habe ihm dafür das holdselige Weib, die Gefährtin sein Lebens gegeben, wie wenn Jemand ein irdenes Gefäß nimmt und ein goldenes dafür an die Stelle setzt. ״So mögen auch wir dem Volke manchen Brauch, der ihm nicht an das Herz, wohl aber an das Kleid gewachsen, nehmen, ihm aber dafür den ächten Goitesbegriff, den Geist wahrer Religiösität und Sittlichkeit in das Herz legen." Wie selbst vom Standpunkte des Redners diese Worte zu dem Beschlüsse passen, ist wiederum unerfindlich. Was haben alle ihre 6 Beschlüsse mit dem ״echten Goitesbegriff", ״dem Geist wahrer Religiösität und Sittlichkeit" zu thun, es sei denn im negativen Sinne? Diese Herren nehmen immer den Mund so voll und er-