Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1868)
- Article
- die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1868-07-01
- Page
- 317 (sequence 6)
- Language
- German
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Aon vr. A. Gugenyeiiuer. 817 und der auf der Pcsikta beruhenden Ansicht des R. Menachem Asarja Fano (1מאמר חקור־ 1׳ Ul. 21) folgen, wonach der Genusi der von selbst gestorbenen Thiere auch durch das noachidische Gesetz verboten ist; und wenn wir auch von der einen Sebachim 116 a. erwähnten aus Genesis 4, 4 gestützten Ansicht m הקריבו עולמים בגי abstrahiren, wonach die von der Bibelkritik behauptete Differenz dadurch aufgehoben wäre, dast das dem ersten Menschen gewordene Fleischverbot, analog dem während des Aufenthaltes Israels in der Wüste bestandenen Verbote, den Genuß derjenigen Thiere, von denen ein Theil als Opfer gebracht wurde, nicht untersagte, und durch das an Noach nach der Sündflnth ergangene Gottcswort: ״Alles Auftretcnde, welches lebt, sei euch zur Nahrung" die nur wegen des Fleischgenuffes geschehende Tödtung der Thiere gestattet wurde, wenn wir auch annehmen, daß vor der Sundfluth jeder Fleischgenuß verboten war, muß dennoch die Behauptung, daß zwischen Gen. 4, 2 und 9, 3 eine Differenz bestehe, zu den willkürlichen Erdichtungen der Bibelkritik gezählt werden. Denn es ist unbegreiflich, wie man — ob man nun der einen oder andern der eben erwähnten Ansichten über das vor der Sündflnth gewesene Fleischverbot bcitritt — in dem Berichte, daß ״Hebel ein Schas- Hirte ward" ein ״Hinaufrücken des Fletschgenusscs in die Zeit der ersten Menschen" zu erblicken vermag. Der vielfache Nutzen, den die Schafzucht bekanntlich für die gewöhnlichsten Lebensbedürfnisse gewährt, konnte doch Hebel auch bei der ausgedehntesten Beobachtung des damaligen Fleischverbotes, wie bereits Abarbanel z. St. erklärt, genügenden Grund zum Hirtenleben bieten, welche Beschäftigung ohnehin, wie auch im vvrl. Comm. bemerkt wird, ״nicht so wieder ״Ackerbau die Kraft in Anspruch nimmt, den Geist nicht so in den ״Dienst der Arbeit spannt, und dem Geiste Raum zum Aufschwung ״zum Göttlichen und Rcinmenschltchen gibt." Die Behauptung, daß durch den 2. V. des 4. Kap. der ״Flcischgenuß in die Zeit der ״ersten Menschen hinanfgerückt" werde, beruht daher nicht einmal auf einem durch Oberflächlichkeit zu erklärenden Mißverständnisse, sondern auf der bodenlosesten Willkür, durch die man wohl Alles heranszulesen, nichts aber zu beweisen vermag. Es ist somit evident, daß alle Differenzen, welche die Bibelkrttik zwischen dem 4, Kap. und anderen ihrer Anschauung gemäß