Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1868)
- Article
- Ha-azinu und die Gegenwart
- Date
- 1868-07-01
- Page
- 305 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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uitb die Gegenwart. 305 ־(, die, von dem ״Gottesgeist der Weisheit und der Einsicht, des Rathes und der Stärkender Erkenntniß und der Gottesfurcht" erfüllt, und ״gegürtet mit dem Recht, und dem Gottvertrauen", das Recht und die Geradheit und die Göttlichkeit und den Frieden und das Heil auf Erden bringen werde, — daß somit nicht mit einer Antiqnirung des Israel gewordenen Gottesgesetzes, sondern damit die Zeiten ihr Ziel erreichen sollen, daß der Göllesberg und das Gotteshaus, in Israels Land zum weithin leuchtenden Völker-Pharns wird, dorthinauf die Völkerströme ziehen, damit ״es sie lehre von Seinen Wegen und auch sie in in Seinen Pfaden wandeln", daß dann ״das Gesetz von Zion und Gottes Wort von Jerusalem ausgeht und Recht spricht zwischen Völkern und Unterweisung wird den Nationen und sie dann ihre Schwcrdter und Speerczu friedlichen Erndtc- und Winzergeräthe zcrstücken und kein Volk mehr Schwerdt gegen Volk erhebt und nirgends auf Erden mehr Kriegerkunst erlernt wird" — und sie dann ״alle hinaufwallen zu Gottes Heiligthum und Freude finden in Seinem Bet- Hause, ihre Ganz- und Frieden-Opfer zum Ausdruck ihrer Hingebung an Gottes Wohlgefallen aus Seinen Altar kommen wird, Sein Haus dann ein Haus des Gebetes genannt wird für alle Völker", — wenn dies denn doch eine Wahrheit wäre und Wahrheit ׳ bliebe und wenn auch noch hundert Rabbincrversammlimgen sich על ד׳ ועל משיוזו versammeln, und ״Opfer und Messias für überwundene Standpunkte" dekretiren, und mit jerobeamischem, Volk verführendem Gelüste sich zur ״legislatorischen Revision", zur Vvlkerthümltchen Verquickung des Gottesgesetzks anschicken, in dessen unverkürzter Huldigung vielmehr Israels und der Völker Zukunst ruht 1— würden wir dann nicht im Geleise dieser Zeitrichtung nur zum עם נבל ולא חכם werden? Wir dunklen uns in blühendem Fortschritt, und waren das einzige Volk, das im großen Völkcrgarten der Gottcspflanzung Gott die erwartete Frucht versagte, und als נבל, als ״welk" am Baume der Weltgeschichte hinge. Alles schritte fort und wäre fortgeschritten, Alles ränge im geistigen und sittlichen Wettlauf der Völker Das zur Blüthe der Vollendung zu bringen, wozu ihm der Vater der Menschheit in dem zugetheilteir ״Erbe" Anlage und Bestimmung ertheilt. Nur wir schritten zurück, wären zurückgcschrille», verschmähten das uns zngetheilte ״Erbe" und versagten