Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 7-9 (April 1868)
- Article
- Vorgänge in Steinamanger
- Date
- 1868-04-01
- Page
- 270 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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270 Vorgänge in Steinamangtt. ryphäen der Neuzeit, dem חתם סופר und מהר׳ם א״ש auf Grund | eingehender Forschung in 0׳pc»s1 ש׳ ס entschieden verlangt wurde. f Nach diesen erregten Auseinandersetzungen wurde dieser Punkt f beendet, und beschlossen die obgenannte rabbinische Aeußerung ins Protokoll aufznnehmcn. Hieraus gelangte die Angelegenheit des בה׳כנ, | welche in den Präliminarien dahin lautete, daß ein Filial-Bethaus!, mit 30 Männersitzen auf Kosten der Besucher desselben eingerichtet jj werde» darf, wobei für 0חו2י die Bestimmung des Gemeinstatutes E zu gelten habe, daß nämlich dieselben, wenn sie auch חיובים sind, | nicht עולה לחורה sein dürfen (wie freiheitsathmeudll), daß es zwar der Minorität gestattet werde, ihre Synagogen-Vorsteher selber zu s! wählen, daß dieselbe, jedoch der Gemeinde notificirt werden, und! derselben auch verantwortlich seien, wobei hinzugesctzt wurde, daß :.j die Gemeinde diesem Filial-Bethause einen קודיא, wenn derselbe in deren Synagoge vacant ist, zur Disposition stelle. Ueber das Maxij; mum von 30 Männersitzen entspann sich auch hier eine ausführ- :4 liche Debatte, indem die Mlnorität die Liste ihrer ständigen Sy»; nagogenbesucher, welche 51 Personennamen erwachsener Männer enthält, von denen keiner in Abrede gestellt wurde, vorlegte, und eine gerechte Sicherstellung nach den Bethausbüchern verlangte; diese!! Frage wurde einstweilen in suspenso gelassen. Die nachfolgende Besprechung über ש׳ו׳ב verlief sehr kurz und wurde nach den Prä- | liminiarien beschlossen. Die Sitzung war V2 1 Uhr beschlossen. | Die folgende und letzte Sitzung bewegte sich zunächst um die s Frage der Beitragspflicht der Gemeindesteuer und der Erhaltung des kostspieligen Gemeindetcmpels, da sie doch ihrem religiösen Ge- | wissen folgend, von den wenigsten Institutionen Genuß haben kön-;j ne»: hierüber wurde jedoch kein Aufschluß ertheilt. Die Minorität -s brachte hierauf wiederholt ihre Beschwerde gegen die Beschränkung fj auf 30 Sitze und die in de» Protocollen gar nicht erwähnte | schon früher zur Sprache gebrachte Garantie vor, nachdrück- 0 lichst erklärend, daß Letztere ihre unerläßliche Bedingung sei, I daß sie aber, wenn diese in ihrem Sinne zugestanden werde, von j der erwähnten räumlichen Beschränkung, trotzdem sie den Besuchern jj ihres Bethauses unsägliche Beengungen aüflegt (da sich 2 in einen | Sitz einpferchen müßten) um der Anbahnung des Friedens j willen absehe. I