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Jeschurun · 1868-04-01 · Heft 7-9 (April 1868) · p. 269

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 7-9 (April 1868)
Article
Vorgänge in Steinamanger
Date
1868-04-01
Page
269 (sequence 7)
Language
German
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ÄMgcinge <i»t > SieinMgnSM- 2.6S Dies« Plenarversammlung nun begann nsit einer Ansprache des Präses, -worin derselbe zur versöhnlichen -BrüdeHichkeit, Puhe und Ordnung mahnte, die Prälinlinarien verlesen ließ, beiden Partheien zur Annahme rieth und irn andern Falle dieselben aufforderten ihre abweichende Meinung kund zu geben. Hierauf ergingen sich zwei Sprecher der Majorität in sehr erregter Weise über eine ihnen absolut nothwendige ״Vorfrage", ob nämlich die Besucher des Gemeindetempels Juden oder nicht Juden seien, worauf ihnen von Seiten des Rabbinatscollegiums die beruhigende Antwort gegeben wurde, daß sie Juden seien. Es wurde nun ferner eine Frage gestellt, ob fe Neolozen seien, worauf ihnen .«ine gleichfalls beruhigende Erwiederung.ertheilt wurde. Als nun diese Antworten dahin ausgebeutet wurden, als. seien die dießbezüglichen Bestrebungen der Traditionsgetreuen nichts als sukjective Liebhabereien unh Launen, welche Verirrung dadurch unterstützt wurde, daß es dem Rabbiner aus Rechnitz beliebte, das Verlangen der Minorität nach einer alt-rituellen Svuagoge nach dem Grundsätze der Gewissensfreiheit dadurch für beruhigt zu erklären, daß e.s damit zu pergleichen wäre, als ob Jemand sich etwa einbildete, daß in Zu- oder Nichtzuknöpsen eines Aermels Religion.stecke und ma» behaupten würde ihm nicht Gewissenszwang auferlegen zu dürfen. Es wurde aber diese Verirrung von dem Rabbiner zu Eisenstadt mit der größten Entschiedenheit,zurückgewiesen, indem Aste סגוזגי. בח״מ ihre ganz bestimmten Begründungen in ש״ע haben, zu deren Alterirung man durchaus nicht berechtigt sei, und daß es sich hier nur darum handle, ob man durch den bloßen Besuch eines solchen Tempels wie der hiesige ist, deriNeologie beschuldigt werden könne. Auch der Herr Rabbiner aus Althofen gab dieser Anschauung in erregter Stimmung dadurch Ausdruck, daß er den Fall, wenn sich irgend Jemand bei einer etwaigen Anbringung von 6 Kronleuchtern im iWa -dagegen -ausdem Grunde auflehnen würde, weil bisher immer? waren, und die Zahl 7 überhaupt bei Juden eineeigenihümlichc Heiligkeit inne wohne, was ein unberechtigtes Verlangen sei, als gänzlich verschieden von einer irgendwo vorsallenden Almemor- Frage darstellte, weil dessen Anbringen in der Witte der .Synagoge entschichen vyrgeschrichen sei, und auch von zweien der größten.Ko- 18

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