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Jeschurun · 1868-04-01 · Heft 7-9 (April 1868) · p. 265

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 7-9 (April 1868)
Article
Vorgänge in Steinamanger
Date
1868-04-01
Page
265 (sequence 3)
Language
German
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Uorgange Ä 'StMamcmgeV. MS meiltde-Frauenbad, dessen- פשדות ־ von der strengsten! Aussicht eines talinudischcn Gelehrten abhäugr, wird ebenfalls ganz dem Belieben des Pächters ohne jedwede Controlle überlasten. Hiezu kommen sehr analog die öffentlichen Vorträge, respektive der Religio>ls(?)-Uuterricht, wobei myn nur das Eine zu erwähne» braucht, düst auch die begabtesten.- Kinder nicht über den Pentateuch hinauskommen, VW auch nicht die blässeste Idee haben, und die Theilnahme an dem Unterrichte im Pentateuch dem Belieben der Kinder anheimgestellt wird, dessen Resultat man sich wohl denken kann. Alle diese Conseguenzcn der Aufnahme eines Rabbiners wurde von der gesinnungstreuen religiösen Partei leicht voransgcsehen. Sie fand sich daher verpflichtet, ein separat-pov zu bilden und tröstete sich, in Bezug ans mit dem Umstande, daß einer der Schachter, ein י״ש zur Entscheidung der nwE antortsirt war. Dieser-Privntgottesdicnst sollte aber nicht so leicht durchgehen, der Vorstand erwirkte sich das Recht diesen zu stören, und es waren die Traditionsgetreuen durch empörende, an die Zeiten des- Mittelalters erinnernde Verfolgungen genöthigt, öfters im Freien und, wie dievD^x in Spanien ihre Andacht zu verrichten, Ja, es wurden die Betenden, gleichviel ob auf Veranlassung des Vorstandes selbst, was nicht documcntarisch nachweisbar ist, oder einiger seiner Mitglieder, was jetzt cingestanden wurde, am. 2. Tage Schawnoth mit Gensdarmerte verfolgt (wie rührend liberal und dem Zcitgetste entsprechend!) Demzufolge sah. sich-die tradittonstreue Partei genöthigt, um eine Treuniing von solchen vertrauenslosen Znstandeii bei der Behörde als Beschützerin der Gerechtigkeit zu pettttoniren, und stützte ihr Gesuch ans folgende Gründe: a) weil Neuerungen im Tempel cingeführt wurden, über welche der orthodoxe Jude sich nicht gleichgültig hinwegsctzen darf. (Laut beigelegten. 14 Gutachten von den gegenwärtig größten Capacitäten des Judenthums verstoßen dieselben gegen p"r? und מ׳ה׳ק.) b) weil ein Mann mit der Rabbinerwürde bekleidet wurde, welcher kein Vertrauen verdiene, und während seines Aufenthaltes iiwFüred als Rabbiner zu Agram von einem Rabbinercolleginm wegen Entweihung, des Sabbaths, Genusses religiös verbotener Speisen und seiner unsittlichen Aufführung exauctorpirt sei,- und

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