Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 7-9 (April 1868)
- Article
- Chazaq u-nitchazeq
- Date
- 1868-04-01
- Page
- 222 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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222 הזק.וגתר!זק חזק כחזרה das נתחזק בתורה zugesellend, sich die Hände reichen, um mit vereinten Kräften Anstalten hervorzurufen, in welchen Jünger der Thora, nach beiden Seiten hin ungefährdet, sich zu Meistern der Thvrawtssenschaft heranzubilden vermögen! — מעשים טובים, Erfüllung des Guten, praktische Verwirklichung der von dem Gesetze gelehrten Lebensaufgaben, wie gilt ihnen nicht zu jeder Zeit der Zuruf: חזק זאמץ, wie bedürfen sie nicht schon durch die Anforderungen, die eine jede von ihnen an uns stellt, des חזוק, der, festen Beharrlichkeit, des Aufgebots aller sittlichen Kraft, der Hingebung aller uns innewohnenden Energie, um zuerst sich selbst, und sodann die äußeren Verhältnisse zu überwinden um sich und die kleine Welt, die wir die unsere nennen, entschieden und fest rein nur in den Dienst des von Gott geforderten Guten zu stellen, und ohne Schwanken in diesem Dienst zu erhalten. Alles Gute war zu keiner Zeit leicht, mit verlockenden Reizen geschmückte Abwege waren von jeher vorhanden, und es hat nie an verführerischen Beispielen gefehlt, die zum Betreten der Abwege einluden. Allein die Gegenwart bietet doch auch wieder ihre ihr eigenthümlichen Versuchungen, die auch dem pnii-Aufruf im praktischen Leben einen eigenthümlichen Ernst verleihen. War das Gute nie leicht und ward das Gute noch zu keiner Zeit ausnahmlos von Allen angestrcdt, so war man doch meist über das, was gut sei, einig, wurden doch die Abwege, selbst von denen, die sie betraten, meistens als Abwege erkannt und bekannt. Der jüdische Jüngling, der seiner Sinnlichkeit Herr blieb und ihr nichts gestattete, was dem heiligen Sittengebot seines Gottes zuwider war, der lieber den Quersack über die Schultern warf, als mit Gott verleugnender Verletzung des Sabbaths eine seinen Talenten entsprechende gläuzendere Karriere zu betreten; die jüdische Tochter, die lieber unversorgt blieb, als ihre Hand einem leichtfertigen Manne zu reichen und Gattin eines unjüdifchen Mannes und Mutter von zu unjndischem Leben Heranwachsenden Kindern zu werden; der jüdische Mann, das jüdische Weib, die Verzicht leisteten auf Alles, was nur mit Dareingabe jüdischer Pflichttreue zu erkaufen war, die sich, und ihre Kinder gewöhnten, nur in Dem ihr stetes Glück zu finden, was ברת משה 1ישראל, nach dem göttlichen Gesetze und der jüdisch überlieferten Süte das prüfende Gottesauge nicht zu-scheuen hat,