Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 7-9 (April 1868)
- Article
- Chazaq u-nitchazeq
- Date
- 1868-04-01
- Page
- 217 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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הזק ונחרוזק 217 als wahr und gut vor Gott aus tiefster Seele erkannt. ארבעה, vier Ziele zunächst, meint ein Wort altjüdischer Weisheit (Berachoth- 32, b.) ארבעה צריכין חזוק ואלו הן חורה ומעשים טובים חפלה ודרך ארק, vier Ziele bedürfen der Ermunterung zur Festigkeit: die Wissenschaft der Gotteslehre, die Erfüllung derselben, Gebet, und dieAufgaben des socialen Lebens. חורה ומעשים טזבים ממין, die Wissenschaft und die Erfüllung der Gotteslehre: שנא' רק. הזק ואט; מאד לשמור ולעשות כל ההורה חזק בתורה ואמק במעשים טובים, denn es heißt, JosuaZI., nur sei fest und stark, ganz der Lehre geniäß zu hüten und zu erfüllen, sei fest in der Wissenschaft und stark in der Erfüllung; תפלה מניין das Gebet: 'שגא' קוה אל ר' הוק ויאכז לבך וקווה אל ר, denn es heißt (Pf. 26) hosse zu Gott, sei fest, und stark sei dein Herz und hoffe zu Gott! רד(■ ארק מניין, die Aufgabe deS socialen Lebens: denn es heißt (Sam. II. 10) 'תזק ונתחזק בער עמנו ונו, sei fest und lasse uns einander in der Festigkeit bestärken für unser Volk u. s. w. Es dürften aber diese vier Ziele, die theoretische Erkenntniß und die praktische Erfüllung der Gvtteslehre, die Arbeit an sich selber im Gebete und die Arbeit für sich und die Mitgenoffen im bürgerlichen Leben, wohl fast alle Bestrebungen umfassen, denen die That unseres Lebens geweiht ist, und die Verhältnisse, die für deren Losung unsere Festigkeit heransfordern, dürften Wohl in jeder Zeit sich eigenthümlich gestalten. תורה, die theoretische Erkenntniß derselben, fordert schon durch ihren Gegenstand רוזוק, die ausdauernde Hingebung des ganzen Menschen. Eben weil תורה keine Rcligionslehre, keine Theologie, keine Dogmatik ist, sondern in buchstäblichem Sinne ארובה מארק מרה ורחבה מני ים, ausnnhmlos alle Beziehungen des Menschen in seinem irdischen Hiersein unter der Norm des Gesetzes gestaltend umfaßt, und weil sie für diese Beziehungen nicht nur allgemeine Normen bietet, sondern eine jede allgemeine Norm in der ganzen Mannigfaltigkeit der Erscheinungen anwendcnd verfolgt, r:nd aus der gcsctzlich gestalteten Erscheinung des Einzelnen normale Begriffe des Allgemeinen bereichernd abstrahiren lehrt, darum ist sie so reich und ■ umfassend, ja so unendlich wie das ewig sich fvrtfpinnende Leben des inner» und äußern Menschen, und darum, und weil sich die .Tiefen ihrer Wahrheiten nur dem umsichtigsten, eindringendsten Den-