Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 7-9 (April 1868)
- Article
- Chazaq u-nitchazeq
- Date
- 1868-04-01
- Page
- 218 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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218 חזק ונתחזק fett erschließt: darum fordert ein auch nur einigermaßen erschöpfendes Auffassen ihres Inhaltes die ausdauerndste Hingebung des ganzen Menschen. Und welche eigenthümlichen Schwierigkeiten bietet die Gegenwart dem ernsten Jünger der ,-!"M-Wissenschaft schon durch die so spärlich gewordene Gelegenheit des ״Lernens" bei bewährten Meistern! Freilich, wenn die sadducäische Beantwortung der Frage וחורה מה תהא עלה (Kidduschin 66 a>) was soll aus der Thora werden? ״ :הרי כרוכה ומונחת בקרן זוית כל הרוצה ללמוד יבא וילמודsie liegt in Rollen im Winkel, wer sie lernen will, komme und lerne", eine Wahrheit wäre, daß die Wissenschaft der Thora aus dem tobten Buchsta-! den der Bücher geschöpft werden könne, den sich ein Jeder nach subi jektiver Anschauung und Einsicht zu beleben habe; wenn es nicht, selbst nachdem das mündliche Wort schriftlich fixirt geworden, des lebendigen Meisterworts bedürfte, um in den Hallen dieser Wissenschaft irrelos heimisch z>: werden: dann freilich war vielleicht keine Zeit so reich an Gelegenheit zum ״Lernen" als die unsrige, die mehr als je in zahlreichen Ausgaben die literarischen Quellen der jüdischen Wissenschaft dem wißbegierigen Leser bietet. Allein wie spärlich sind die Meister dieser Wissenschaft gesäct, zu denen Jünglinge pilgern können um die lebendige Weisheit der תורה zu schöpfen, und wie leicht sucht ein in dieser Dürre geöffneter Born seinen j Ruhm darin, eine Anstalt zu sein, die ״Rabbinen für jede Rich- 5 tmig" liefert, und dürfte somit leicht ein Born jener מים רעית sein, j von denen es heißt, daß ישחו התלמידים וימותו! Ja, der Gelegenheit j für dieses ernste Jüngling- und Männerstudinm ganz zu geschweii gen, wie sehr fehlt noch in weiten, weiten Streckcn jede Vorbedingung, daß einst die Jünglinge des werdenden Geschlechtes die Fähigkeit und die Lust haben werden, aus dem Meisterborn der Thora-! Wissenschaft zu trinken, weil die Schulen fehlen, in welchen Knaben Hand in Hand mit allem Wahren und Guten der allgemeinen Bildungselemente mit Bcrständniß und Begeisterung in die Qucllenkenntniß der jüdischen Lehre eingeführt werden. Wie vieler Orts wird noch die beste Kraft und die beste Wissenölust der jüdischen Jugend > für alles Andere in Anspruch genommen, und wird/ das ״Jüdische", die nationale hehre Stammeswissenschaft, die erst dio> geistige Geburt des Juden zum Juden vollenden soll, einyn Paar wöchentli-