Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 6 (März 1868)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1868-03-01
- Page
- 187 (sequence 15)
- Language
- German
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Von vr. I. Gugenheinter. 18? einer oberflächliche» Betrachtung ebenfalls der Gebrauch des die Gottesliebe bezeichnenden Namens '1 auffallen könnte, derselbe damit begründet, daß ״dieselbe göttliche Liebe, die ihn (den Menschen) ״in das ג׳ע setzte, ihn daraus entfernt. Sie hatte den Menschen ״von vornherein für diese beiden Lebensstellungen gebildet, entweder ״für die Pflichttreue im Paradiese, oder für die Erziehung zur ״Pflichttreue außerhalb desselben." Aus diesen durch den Zusammen- Hang bestätigten Erklärungen, welche zeigen, daß sowohl die Verbindung als der Wechsel der Gottesnamen in dem Inhalte begründet ist, wird ersichtlich, daß die auf die Gottesnamen gestützten Hypothesen der Bibelkritik auf Unkenntniß ihrer Bedeutung beruhen, woraus sich auch, wie bereits erwähnt, die Nichtigkeit der mit der. Annahme eines e....stischen und j.... stischen Sprachgebrauches in Verbindung stehenden Deduktionen ergibt. Nachdem wir nun sämmtliche für den vermeintlich jüngeren Ursprung des 3. Kap. ausgestellten Gründe der Bibelkritik widerlegt haben, wolle» wir noch der Auffaffung erwähnen, durch welche rin jüdischer Anhänger der Bibelkritik das ״Prinzip des Mosaismus" darzustellen wähnte. Einhorn, der nach den jihm ״feststehenden Resultaten der biblischen Kritik selbstverständlich das 3. wie das 2. Kap. der Genesis für die Interpolation eines späteren Erzählers hält, und, wie wir bereits erwähnt, behauptet,sdaß nach dem 3. Kap. der Mensch ״die vom Schöpfer als unmittelbare Gabe ihm ver- ״weigerte Gottähnlichkeit sich erst erringen", ״das Feuer vom Him- ״mcl sich erst stehlen" mußte, sucht seine Auffassung, nach der die Uebcrtretung des göttlichen Verbotes ein Vollzug der ״erhabenen Bestimmung" des Menschen war, in seinem angeführten Werke S. 61 durch Folgendes zu motiviren: ״Hat Gott im buchstäblichen ״Sinne des Wortes dem Adam den Genuß von den Früchten dcS ״Erkenntnißbaumes verboten- und ist durch die Uebertretung diese- ״Gebotes der Sündenfall entstanden, so muß Folgendes in hohem ״Grade auffallen: daß nämlich in der ganzen Erzählung der Ge- ״nuß der verbotenen Früchte niemals als S ü n d e bezeichnet wird, ״daß Chava das Gebot auch auf sich bezieht und sogar die Haupt- ״strafe erleidet, während der göttliche Befehl lediglich an Adam ״erging, ja der Existenz Chava's vorangtng, und daß endlich die