Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 6 (März 1868)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1868-03-01
- Page
- 186 (sequence 14)
- Language
- German
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186 Die Hypothesen der Bibelkritik. beleuchieii haben, da wir bereits im Oktoberhefte des gegenw. Zahrg. dieser Ztschr. nachgewiesen, daß die auf den Sprachgebrauch sich beziehende Tüduktion der Bibelkritik auf einer durchaus unhaltbaren Voraussetzung beruht, und aus der in demselben Hefte angeführten Erklärung der Gottesnamen die totale Nichtigkeit der hierauf sich beziehenden Hypothese der Bibelkritik ersichtlich ist. Daß diese Interpretation der Gottesnamen auch an den einzelnen Stellen sich erprobt, wird von Nabb. Hirsch auch im Commentare zum 3. Kap. gezeigt, wo gerade an denjenigen Stellen, an denen die Verbindung des Namens 'ד mit dem Namen 'קי^< einer besonderen Erörterung bedarf, dle bei der bereits citirten Erklärung der Gottesnamen dargestellte Bedeutung nachgewiesen wird. So wird zu V. 14, wo der Gebrauch des als Bezeichnung der ״in barmherziger Liebe erziehen- ״den Gotteswaltung" gedeuteten Namens 'ד befremden könnte, derselbe damit erklärt, daß Gott ״nicht nur als קי׳^, Schöpfer und ״Richter, zur Schlange sprach, sondern als die den Menschen zu ״seiner Bestimmung erziehenden Waltung. Nicht daher als Strafe ״für die Schlange, sondern aus dem Gesichtspunkte der Menschen- ״erziehung ist das über die Schlange Ausgesprochene zu erfassen. ״Aus dem Gesichtspunkt der erziehenden Kürsorge für den Menschen ״dürfte die איבת die feste, dem Menschen eingepflanzte Antipathie ״nnd Feindschaft zur Schlange, ihm, den die Thierweisheit verführt ״hatte, doch die Kluft vergegenwärtigen, die den Menschen vom ״Thiere scheidet, zugleich aber auch in einem konkreten Beispiele stets ״die Wahrheit vor Augen halten, daß es denn doch einen anderen ״Maßstab für Gut und Bös, als das Diktat des blinden Triebes ״geben müsse. Die Schlange beißt in Folge ihres Triebes, ״und doch ist dem Menschen der Schlangenbiß ein Uebel. So ״kann auch das sittlich Schlechte der Sinnlichkeit des Menschen ״Befriedigung gewähren, und doch für höhere und andere Be- ״ziehungen verderblich sein; das bloße Diktat seiner Sinnlichkeit ״darf daher dem Menschen nicht sagen, was Gut oder Böse ist. ״Dürfen wir annehmen, daß fortan der Anblick der Schlange den ״Menschen an die von ihm zu bekämpfende Begierde erinnern soll, ״so wäre das: 2pz? הוא ישופך ראש ואחה חשופנו bedeutsam: d e m ״Menschen ist mehr Macht über die Begierde als dieser ״über ihn ein geräumt." Ebenso wird zu V. 23., wo bei