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Jeschurun · 1868-03-01 · Heft 6 (März 1868) · p. 185

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Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 6 (März 1868)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1868-03-01
Page
185 (sequence 13)
Language
German
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Von vr.,I. Gugenheimer. 185 Analogien biet t, kann bei einer unbefangenen Beurtheilung nicht die entfernteste Berechtigung zur Annahme verschiedener Autoren oder Quelle!! liefern; ja es müßte gewiß als absurd bezeichnet werden, in historischen Werken einen Bericht, für den sich keine ״weiteren Beispiele" vorfinden, der aber den sonstigen Angaben nicht widerspricht, rücksichtlich seiner Singularität als Interpolation z» betrachten. Wir haben uns daher nur dem auf einen Vergleich des 3. Kap. mit Gen. 6. H sich stützenden Grunde zuzuwenden, der darin besteht, daß ans der letzteren nach der Bibelkritik zur ״Grundschrift" gehörenden Stelle hervorgeht, daß^״die Ansicht, daß das Böse schon ״zur Zeit der beiden ersten Menschen begonnen und dann bis zur ״Sintflnlh zugenommen habe, nicht elohifiisch" sei, daß also zwischen dem 3. Kap. und dem 11. V. des 6. Kap. ein Widerspruch bestehe. Indessen wird wohl jeder Urtheiisfähige zugeben, daß die Existenz dieses Widerspruchs!tut dann möglich wäre, wenn der von der Bibelkritik angeführte Vers des 6. Kap. eine Angabe über den Beginn der Entartung enthielte; dies ist aber nicht der Fall, da die Worte: ״und die Erde war vor Gott verderbt und die Erde war ״des Unrechts voll" nicht in den Beginn, sondern in ein schon sehr weit fortgeschrittenes Stadium der Entartung versetzen. Es ist daher unwahr, daß nach diesem Verse, wie die Bibelkritik behauptet, die Entartung erst gegen den Ablauf der antediluvianischen Zeit ei!!trat, denn naturgemäß muß die Sittenverderbniß schon lange vorher eingetreten sein, bis sie eine solche Ausdehnung erreichte, daß die Erde ״des Unrechts voll" war. Wann die Entartung begann, darüber ist in diesem V. nicht einmal eine Andeutung zu finden, weßhalb in demselben unmöglich ein Widerspruch mit dem 3. Kap. liegen kann, und cs zu den jeder Begründung entbehrenden Einfällen der Bibelkritiker gehört, wenn Knobel in seinem Comm. S. 79 behauptet, daß der ״Verfasser" des mit dem 9. V. des 6. Kap. beginnenden Stückes ״keinen Sündenfall Adams kennt", oder daß die Ansicht, daß das Böse schon zur Zeit der beiden ersten Menschen begonnen habe, mit dem in diesem Kapitel enthaltenen Berichte nicht übereinstimmen. Ebenso nichtig sind die auf den Sprachgebrauch und die Gottesnamen des 3. Kap. gestützten Gründe, die wir hier nicht zu

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