Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 6 (März 1868)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1868-03-01
- Page
- 184 (sequence 12)
- Language
- German
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184 Die Hypothesen der Bibelkritik. Plural auf die Engel bezogen wird, als nustaithaft zuriickgewksen, und die Worte הן הארס. הי' כא״מ damit erklärt: שנתן 'לו המקום לפניו שני דרכים דרך החיים ודרך המות ובירר לו דרך המוח (nach der Lesart im Jalkitt Schimoni) ״Gott habe ihm zwei Wege zur Wahl vor- ״gelegt, -den Weg des Lebens und den Weg des Todes, er habe ״den letzteren gewählt." Diese Erklärung, zu der bereits R. Samuel Jafe in יפה תואר bemerkt: 'דהשתאכ״א' ממנו ידאה מנמשך לא' מחדרני אשר היו לפניו וממנו שב אל האדם והדרך שבהר שהוא למיתתו הוא לדעת מוב ורע wird von Hrn. Nabb. Hirsch durch folgendes begrünbet: אחר״ bezeichnet überall: Eines aus zweien oder mehre- ״ren, ממנו heißt ebensowohl: von ihm als von uns, und kann recht ״wohl wie das rabbinische 'בל במיני den Sinn haben: von ihm, von ״seiner Entscheidung, seiner Wahl abhängig. כאהר ממנו würde dem- ״gemäß heißen: das Eine oder der Eine von den seiner Entscheidung ״anheim gegebenen Zweien, und הי' כאהד ממנו: er ist. wie der Eine ״seiner Wahl Ueberlassene geworden. Es hatte ihn! Gott die Wahl, ״anheim gegeben, sich in seinem UrLheil über das ihm Gatte oder ״Böse dorn göttlichen Willen untcrzuordnen und damit den Weg ״des Lebens 511 betreten, oder selbst zu entscheiden, was gut und ״bös sei und damit dem Untergange zu verfallen. Er hat sich nun ״dafür entschieden, selbst zu wissen was gut sei und bös. Mit die- ״ser Wahl hatte er nun auch über sein äußeres Geschick entschieden." Es ergibt sich somit, daß der augesühne Vers nicht die mindeste Spur von ״Eifersucht auf den hochstreben Menschen" enthält, woraus sich die Nichtigkeit der von der Bibelkritik an diesen Vers geknüpften Annahme ergibt. Der weitere auf V. 14. 17 gestützte Grund ist ebenfalls für die Wiükürlichkttt der von der Bibelkritik gewählten Argumentationsweise höchst charakterisch, da er auf der Annahme beruht, daß sich in jedem historischer! Werke für jeden Belicht auch in anderen Erzählungen Parallelstes!.u vorfiuden müssen. Die Falschheit dieser Annahme ergibt sich von selbst, denn nur dann, wenn sich in einem historischen Werke nicht zu lösende Widersprüche befuibat, hat die wissenschaftliche Kritik einen Grund, dasselbe verschiedenen Verfassern zuzuschreiben, oder es als eine aus verschiedenen Schriften entstandene Compilation zu betrachten. Der Umstand aber, daß in einem Werke Erzählungen Vorkommen, für die dasselbe keine weiteren