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Jeschurun · 1868-03-01 · Heft 6 (März 1868) · p. 180

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Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 6 (März 1868)
Article
Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
Date
1868-03-01
Page
180 (sequence 8)
Language
German
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180 Die Hypothesen der Bibelkritik. ״Gottes-Nähe vermißt wird, ist sie in Israels Lager vorhanden, dort- ״hin zieht sie sich zurück.) — — Sie hörten also die Stimme ״Gottes sich im Garten לרוח היום Zurückziehen. לרוח היום, entweder ״zur Seite, woher der Tag kommt: Osten,-oder, wo die Sonne da- ״mals stand: Westen. Nach dieser letzteren Ansicht, die auch die ״natürlichste scheint, und welcher auch אונקלוס folgt, nach welcher ״somit der erste סילוק שכינה gegen Sonnenuntergang im Westen war, ״dürste noch eine andere Bestimmung und Ueberlieferung eine tiefe ״Bedeutung haben. קרש הקדשים, das Allerheiligste war im Westen. "שכינה ist nach Ansicht der Weisen im Westen. Das ewige Licht ״an der מנורה, dieser Darstellung des עץ ההיים, war das ,נר מערבי ״das dem Westen zugewandte." Durch diese Interpretation wird nicht blos der an die obige Schriftstelle geknüpfte Ausspruch unserer Weisen: ״ ,עיקר־ שכינה בחחחוגיםursprünglich wollte die göttliche Nähe auf Erden weilen" begründet, sondern auch die der Anschauung der Bibelkritik zu Grunde liegende Auffassung dieses Verses vollständig wiederlegt. Auch der auf V. 22 gestützten Folgerung der Bibelkritik wird durch den'vorl. Comm. ihre Basis entzogen. Die Bibelkritik will nämlich, wie erwähnt, in diesen! Verse eine ״Eifersucht (Gottes) auf den hochstrebenden Menschen" angedeutet finden, was auf der Annahme beruht, daß die Protoplasteu in ihrem ersten Zustande die Fähigkeit, Rechtes.und Unrechtes, Gutes und Böses zu wissen, Sittliches und Unsittliches zu unterscheiden, noch nicht gehabt, sondern die sittliche Erkcnntmß sich erst durch den Genuß vom Erkenntnißbäum verschafft hätten. Die Unrichtigkeit dieser auch in jüdischen Schriften verbreiteten Annahme wird im vorl. Comm. gründlich nachgewiesen; Herr Rabb. Hirsch bemerkt nämlich Zu Kap. 2, 9: ״Die Annahme, daß der Genuß seiner (des עץ הדעה) Früchte erst ״dem Menschen die Erkenntniß des Guten und Bösen gewährt ״habe, daß er vorher gar nicht die Fähigkeit gehabt, Gutes und ״Böses zu unterscheiden, daß er, wie manche unserer philosophischer: ״Schriften lehren, bis.dahin nur auf der Stufe theoretischer Unter- ״scheidung des Wahren und Falschen gestanden, ihm aber die Be- ״griffe ״gut und bös", die der praktischen Vernunft angeboren, ״völlig gefehlt, dürfte schwerlich die richtige sein. So gewiß die ״Willensfreiheit den specistscheu Gnmdcharakter des Menschlichen

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