Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 6 (März 1868)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1868-03-01
- Page
- 176 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2932754-2932987-2932993-2951197--11011-2951206- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
176 Die Hypothesen der Bibelkritik. I ״B. 17 und עבר ארמה V. 23, die Wörter גרש V. 24, תשוקת V.;׳ בעבור ,16״ V. 17, מה זאת V. 13, die Futur-Endung p V. 3. 4, ׳ ״auch wohl ברת׳ V. 11." Hinsichtlich der Vermuthung, welche die Bibelkritik an die vermeintliche ״Bekanntschaft mit Mythen und Diuzcu des östlicheren!! Asiens" knüpft, hatten wir bereits früher (Oktoberheft S. 10) Gelegcnheit zu zeigen, daß die zwischen manchen Erzählungen der Heid- Nischen Religionsschriften und den biblischen Berichten bestehenden Analogien noch nicht im Entferntestenzu der Annahme berechtigen, daß letztere auf einer Bekanntschaft mit den heidnischen Mythen bcruhen, da diese entweder ohne biblischen Einfluß entstanden oder mit große»en oder geringeren Modifikationen den biblischen Berichten! nachgebildet sein können. Wir wollen hier nur, da die auf die anj genommene ״Bekanntschaft mit Mythen und Dingen des östlicheren ״Asiens" gestützten Schlüsse uns häufig in den Deduktionen der Bibelkritik begegnen, die Ansichten zweier Gelehrten anführe-1, denen die Urtheilsfähigkeit in dieser Frage ebensowenig abgesprvchen als ihnen eine dogmatische Befangenheit zngeschrieben werden kau!;. Der berühmte Foucher kam in seiner historischen Abhandlung über die ■ Religion der Perser (Anhang zum Zcnd-Avesta v. Kleuker 1. Bd.! 2 Th.) hinsichtlich der im Zenb vorkommcnden Anklänge au die Bibcl zu einem den Aufstellungen der Bibelkritik gerade entgcgengej setzten Resultate,, da er nicht das Alter der Bibel aus dem Zend- Avesta sondern das Alter des letzteren aus den historischen Daten s zu eruiren suchte, die aus eine Bekanntschaft der Perser mit bibli-; schen Anschauungen schließen lassen. Derselbe sagt a. a. O-S. 97: | ״Weil aber doch Ideen des A. T. im Zend-Avesta Vorkommen, so ״muß er zu einer Zeit geschrieben sein, da die jüdische Religion in ״Persien sehr geehrt war." S. 258 ff.: ״Aller Wahrscheinlichkeit ״nach hat Zoroaster Moses Bücher nicht gelesen; aber er konnte ״viele von den Israeliten kennen, die Salmanassar nach Samariens j ״Eroberung in seine Staaten, und zwar den größten Theil davon ״in Medien, verpflanzt hatte. Es ist glaublich, daß er, nachdem die ״Israeliten ihm die Wunder Moses erzählt hatten, diesen Gesctzge- ״gcber der Hebräer in feiner Person erneuern wollte rc. rc." S 328 sagt derselbe Gelehrte: ״Alle Religionen steigen bis zur noachiti- ״schen; und diese erhielt sich eine Zeitlang unter den Nachkommen