Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 6 (März 1868)
- Article
- Die Hypothesen der Bibelkritik und der Commentar zur Genesis von Herrn Rabbiner S. R. Hirsch
- Date
- 1868-03-01
- Page
- 175 (sequence 3)
- Language
- German
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Von Di. H. Gugenheimer. 17g Preis" zuerkainlt wird. Sogar Knobel sagt in Bezug auf dieselbe: ״Der klare Geist und tiefe Blick des Verf. ist wahrhaft bewunderns- ״würdig. Mit richtiger Einsicht nimmt er eine Entwickelung des ״Stoffes vom Unvollkommenen zum Vollkommeneren an, und führ ״namentlich die Dinge der Erde in einer Reihefolge auf, welche im ״Ganzen auch die von der h. Schrift unabhängige Naturforschung ״lehrt. M. s. Burmeistcr Gesch. der Schöpfung G. 304 ff. Aufl. 2״." Nnn wird doch zugegeben werden müssen, daß, um uns auf den Standpunkt der Bibelkritik zu versetzen, der ״Verfasser der Grundschrift oder E.urkunde" ein reflekttrender Geist gewesen sein muß, um — ohne göttliche Eingebung-eine Kosmogonie zu schreiben, mit der die Resultate der von den eminentesten Fortschritten des menschlichen Geistes zeugenden Naturwissenschaft noch immer übcreinstimmen. Wenn aber der ״Verf. der Grundschrift" nach den Zugeständnissen der Bibelkritik das zur Koöniogonie des ersten Kapitels erforderliche Reflexionsvermögen hatte, so ist nicht einznsehen, weßhalb demselben das 3. Kap. rücksichtlich der darin gefundenen reflektirenden Thätigkeit abgesprochen werden kann, wodurch sich auch der zweite Grund, den die Bibelkritik für den vermeintlich jüngeren Ursprung des 3. Kap. anführt, als nichtig herausstellt. Wir kommen mm zu den anderen hiefür aufgestellten Gründen. Nach der oben angeführten Bemerkung sagt Knobel: ״Ihn (nämlich den jüngeren Erzähler) ״verräth ferner die Bekanntschaft ״mit Mythen und Dingen des östlicheren Asiens (V. 1. 7. 24.), die ״wunderbare Redefähigkeit und Bestrafung der Schlange (V. 1 ff. 14״ f.) und die menschliche Art Gottes, welcher sich bei der Kühle ״des Abends ergeht und nicht ohne Eifersucht auf den hochstreben- ״den Menschen ist (B. 5 8. 22); nicht minder der Sinn für die ״Betrachtung und Nachweisung des Bösen und des Uebels im Cr- ״denleben, welchen man beim E...tsten nicht, beim J....istcn auck ״sonst findet und die Verfluchung der Schlange und der Erde (V. 17 .14״), wozu es nur noch beim J....isten weitere Beispiele gibt. ״Die Ansicht, daß das Bose schon zur Zeit der beiden ersten Men- ״scheu begonnen und dann bis zur Sintfluth zugenvmmen habe, ist ״ebenfalls nicht e...istisch (s. 6, 11). Zu dem allem kommt noch ״der j....istische Sprachgebrauch, z. B. der Gottesname I., die ״Verbindungen mit שרה V. 1. 14.18., die Redensarten שמע לקול 12*