Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1868)
- Article
- Die Eheangelegenheit des Herrn Dr. B. in Wien
- Date
- 1868-01-01
- Page
- 150 (sequence 5)
- Language
- German
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150 Die Eheangelegenheit -es yr. B! in Wien. 'נקיים וכו willen ist es mir nicht gleichgültig dies zu constaiiren. Schmerzlicher berührte mich die indirekte Zumuthuug, als würdige ich nicht genugsam Ihre opferfreudige Anhänglichkeit am Judenthum. Es thut mir leid, daß Sie dies für möglich hielten, in der That habe ich mich schon oft darüber ausgesprochen, daß ich mich des von Ihnen schon oft bewährten קידוש השם als Eisenstädter quasi doppelt freue, als Jude und als Landsmann. Umsomehr thut es mir leid Ihnen im vorliegenden Falle nicht zu Gefallen leben zu können, und muß ich schon über mich sowohl das in Aussicht gestellte Aergerniß wie die Nachrede mancher Art ergehen lassen. Es beruhigt mich hierbei das Bewußtsein, daß mir nur mein Gewissen die Handlungsweise vorschreibt und daß Sie als Mann der Wissenschaft vorurtheilsfrei meinem Standpunkt des qnp שולחן und dessen non possumus gerecht werden. Ich muß nun gestehen, daß ich, nachdem ich die in Einlage zurückfolgende Schrift gesehen, M dem größten Erstaunen darüber, daß ein dortiges Seelsorgeamt dieselbe anstandlos für genügend erklärte, erfüllt wurde, da selbst nach der allergünstigsten Beuriheilung des Dokuments, die ihr übrigens mein Gewiffen verweigern muß, d. h. wenn man was sie sagt aeceptirt, dennoch Ihr Fräul. Braut noch nicht als Jüdin dokumentirt ist. Uebrigens habe ich in Beilage meine sehr kräftigen Bedenken gegen erwähnte Legitimation zu Ihrem beliebigen Gebrauche zu Papier gebracht. Ich verhehle mir nicht, daß ich mir wahrscheinlich durch diese Correspondenz Ihre Freundschaft, die mir durchaus nicht gleichgültig war, verscherzt habe, allein amicissima veritas. — Daß übrigens alles Obige nur darauf Bezug hat, daß ich zum Abschlüsse einer meiner Ueberzeugung nach noch nicht religiös zulässigen Ehe positiv beitragen soll; daß es mir aber ganz recht wäre, wenn Sie mich irgendwie ganz umgehen könnten, versteht sich von selbst. — Die erwähnte Beilage lautet: Das mir von Hrn. vr. B. eingesandte hebr. Dokument, datirt Frankfurt יום ל כ׳ז כסליו betreffend den Uebertritt zum Judenthum des Fräul. L. G-, ist aus folgenden Gründen ungenügend: Erstens: Dasselbe documentirt nur die Ueber nähme der