Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1868-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1868) · p. 151

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 4-5 (Januar 1868)
Article
Die Eheangelegenheit des Herrn Dr. B. in Wien
Date
1868-01-01
Page
151 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2932754-2932987-2932992-2951111--10981-2951174
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Von vr. H, Hildesheimer. . . 45t jsr. Pflichten und stellt am Schluffe das rituell vorgeschrienebe Bad erst in Aussicht: ob dies und zwar vor einem ב״ר stattgefunden, ist nicht nachgewiese«; bis dabin aber bleibt dieselbe Christin ganz wie früher (Jore Dea 268. 3). Zweitens: Die Aussteller des Dokumentes haben uns nicht darüber verständigt, ob sie die (ibid 13.) vorgeschriebene Untersuchnng angestellt haben, ob der Uebertritt vielleicht aus ehelichen Motiven stattfindet, in weichem Falle die Aufnahme zu verweigern. Und wenn auch nach ebendaselbst, wenn das rituelle Frauenbad ohne diese Vorfrage stattgcfunden, diese Untcrlaffnng keine Ungültigkeit des Actes nach sich zieht, so wäre diese doch, da der mehrerwähnte eigentliche lillbertrittsact »och nicht geschehen zu sein scheint, noch nachzuholen. Drittens: Aus Punkt 2. erhellt schon die Capacität der Dokumentsaussteller zu diesem Akte, ganz abgesehen davon, daß dieselben, am Ende nur schrieben, daß die טבילה stattzufindcn habe, nichtaberdaßdiese auchvor e in em לל st a t t f i n d e u müs s e. Dies kann übrigens bei dem Standpunkte, den die drei Unterschriedenen, wie sattsam bekannt ist, ש״ס ופוסקים, daher dem ש״ע gegenüber einnehmen, durchaus nicht Wunder nehmen, und ich kann einem religiösen Dokument dieser Herren überhaupt keine Zulässigkeit zuerkennen. — Aus dieses Schreiben blieb ich ohne Antwort, woraus hervorgeht, daß die Betreffende nochChristin und keine Jüdin ist. Zu diesen Thatsachen habe ich nur sehr wenig huizuzufüge», sie sprechen für sich selbst. Was hämische Böswilligkeit in politischen Blättern zur Irreleitung des Publikums wirthschaftet, kann und muß dem gewissenhaften Wahrer seiner Pflicht sehr gleichgültig sein. Wenn diese Correspondenten so leichtsinnig mit einenr חילול השם Hernmspringen, so mögen sie dies (da es wahrscheinlich Inten find, indem andere schwerlich sich für diese Angelegenheit inieressiren) selbst verantworten; mich hierzu herabznziehen speculiren sie falsch. Ich gehöre G. s. D. seit Decsnnien der O-ffenttichkeit au; so wenig ich mich nach ephemerer Zeitungspopularität sehne, ebensowenig beruh! t mich das Gegenthcil. Zu meiner Popularität, die ich nach einer großen Anzahl von Schreiben, nicht nur unter meinen Gesinnungsgenossen, sondern auch unter Andersdenkenden innerhalb und außerhalb des 10

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.