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Jeschurun · 1868-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1868) · p. 141

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 4-5 (Januar 1868)
Article
Aus der Residenz
Date
1868-01-01
Page
141 (sequence 8)
Language
German
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Hi von dem erflehen, was das profanum vnlgus, seine eigenen Eti-!einde, von ihm erfleht. Wie wir die Sache auch betrachte!׳, muß uns die Sache nicht ganz merkwürdig Vorkommen/ganz . ... r~. ״Sprechen Sie nur aus, was Ihnen auf den Lippen schwebt, ganz pfäffisch wollten Sie sagen, ganz wie bas Verfahren einer Windsahne, herüber, hinüber. Ihre Verdächtigungen." — I Gott bewahre! Wie sollte ich denn blödsinnig genug sein, einen Mann von der Richtung dieses Herrn pfäffisch zu nennen? Das wäre ja Tollhaussprache; ein liberaler — Pfaff! Gewiß bat der Herr das richtige Mittel gefunden, wenigstens Etwas zn erreichen, wer zweifelt daran? Mit überwiegendem Hinneigen auf eine Seite ist noch nie ein Ziel erreicht worden, da gilt cs Klugheit, ich möchte sagen staatsmämnsche Weisheit in Anwendung zu bringen. Extreme führen zu gar nichts, inimer die goldns Mittelstraße innegehalten! — Aber, wie wir sehe», ist in dem neuen Gebetbuchc alles gestrichen, was von einer dercinstigen Rückkehr der Iivaeliten nach Jerusalem spricht. Nun gewiß, wenn sich .der Herr hier behaglich fühlt, so kann ihm das kein Mensch verdenken. Alle Stellen, Welche auf einen Wiederaufbau der Stadt, auf eine Wiedererrichtung des Tempels Bezug haben, sind beseitigt. Aber wozu sind Stellen stehen geblieben, wie: ותחזינה עינינו בשובך לציון ברחמים ב׳א׳ה הטוזזיר שכינתו לציון? Allerdings, ich sehe ja schon, nur die Inden sollen nicht nach Zion; dem Herrgott ist es nach wie vor erlaubt, wir bitten ihn sogar recht inständig darum. Das.ist freilich sehr freundlich von uns, aber was soll Gott eigentlich in Zion machen? Warum sollen unsere Augen zu sehen verlangen, daß die Schechina nach Zion zurückkchrt? Allerdings, ich weiß was Sie sagen wollen, das ist nicht so zu verstehen, das hat eine» tieferen Sinn- Für de!! Rabbiner freilich, wir können aber doch nicht alle Rabbiner sein, was soll der Spießbürger sich dabei denken, wenn er dies betet? — Wie meinen Sie, es wäre symbolisch? Nun halten Sie mich zum Narre!!, das nierke ich klar. Ein liberaler Rabbiner und Symbolik! Halten Sie mich doch nicht für so beschränkt, an eine solche Zusammenstellung glauben zu können! Ferner ist, wie ich sehe, Alles was den Opfer, dienst betrifft gestrichen. Die פרשיות חיךבנוח fehlen, statt והשב אח העמדה לדביר ביתך lesen wir:ותרצה העבדה בדביר ביתן״ etc. Nun ja, solche blutige, gräßliche Weise der Verehrung ist sür uns nicht mehr an

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