Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1868)
- Article
- Aus der Residenz
- Date
- 1868-01-01
- Page
- 139 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2932754-2932987-2932992-2951110--10968-2951162- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Manchmal scheinen, M ob der Himmel auf hie We gefall xpsvzre, D pH di« Menschen auf den Köpfen:ginge«, .als,pH dM mann mit dem Kopfe im Wasser an der Ruderstange hing, und daß Steuerruder lenkte das Schiff. Der -Fanatismus soll also immer auf unserer Seite sein .Nur uns soll zu Schulden kommen alles, was sich in seinem Gefolge befindet: das Angreifen der Persönlichkeit!bei Gleichgültigkeit für die Sache, der Versuch unsere Meinung Andersdenkenden gey>alt-° sam aufzudrängen, das listige Umschleichen der .Festung unserer Gegner, um maskirt, unter falschen Namen, in der Uniform des Feindes, unter momentaner Verläugnung, ja Preisgebungder eignen Sache, unsere Waare -bei den Anderen einzuschmuggeln. Dieses ist so zum Axiom gcworden, daß das Gegentbeil behaupten zu wollen und für die Irrenanstalt reif zu sein, .auf dasselbe hinausläuft. Wir werden uns also wohl hüten, uns diesem Delirium verfallen zu.erklären, nein, auf unserer Seite ist ״ägyptische Finsterniß" — nyd ״Wisienschaftlichkeit", ״Gründlichkeit", ״Objektivität", ebenso wie ״Ehrlichkeit, Geradheit, freies Denken" nur bei den Gegnern unserer Richtung! Wagen wir es einmal mit wenigen Worten uns die Wirksamseit eines solchen Gegners unserer Richtung zu vergegenwärtigen, wie ,sie ebenfalls in der Resioenz zu Tage tritt. Vertritt ein solcher doch diejenige Richtung, welche von aller Welt die liberale genannt wird. Damit ist ihm sofort das Gegmtheil von allem dem, was uns Finsterlingen anhaftet, vmdicirt. Zunächst künstlerische und ge» sällige Bildung, gewiß, und wer.hartnäckig genug wäre, dieses nicht zu glauben, höre nur einmal eine seiner Predigten. Fällt ihnen die merkwürdige Lautverschiebung der Tenues und Mcdiae ans? Da haben wir es gleich, das unbefugte Almrtheilen. Vergesten Sir denn daß der Herr ein geborner Süddeutscher ist? Soll er etwa norddeutsch sprechen? Das wäre ein schöner Tausch! — Wir fühlen,es, der -Vorwurf ist gerecht; wir, von unserem bornirten Standpunkt, können ebensowenig über Schönheit der Sprache, wie über Gefälligkeit des Ausdruckes, und grammatische Richtigkeit der Sätze nrtheilen. Hat ihn doch die Residenz zum Prediger gewählt,.und das wäre noch nicht übersührend? — Aber der Herr predigt .abwechselnd in der alten .,Md .4» der neuen WWMH.e,. Wher .hat -W -Herr .ejWtD