Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1868)
- Article
- Aus der Residenz
- Date
- 1868-01-01
- Page
- 138 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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-M MchK KMM - ist feister gsanztn üngsschMistftsn HäßlichkeitenigeMttate, etwa nicht FÄiiätismus? . .. Mit Erlaubst iß, $<*§ ist' etwas ganz Anderes. Sie Mtheidigen/ was ein Unglück für die Welt ist, ich aber vertrete daS Licht und die Erleuchtung. Wenn ichwarm werde, so tragen Sie die Schuld; gegen den Fanatismus sich mit aller dem Menschen innewohnenden Kraft äustehnest, kann nur ein gutes Werk sein." — Da ist nun die Formel gefunden, nach der ihm erlaubt wäre, ja zur Ehre gereichte, dasjenige zu thun, was wir immer ängstlich zu meiden hätten. Die Phrase ist der beschützende Engel, wenn nur de» Anforderungen der Sprache Genüge geleistet ist, so genügt es vollständig. Daß auch ein Sinn den Worten innewohNen müßte, ist Nebensache, — Wenn wir es nicht dulden, daß u»sere Kinder mit andern, welche von der frühesten Kindheit an systematisch gegen den Glauben' ihrer Väter aufgehetzt werden, verkehren; wenn wir sie fern halten solchen Häusern, wo sie das, was als große Sünde täglich rin n vorgcstellt wird, als erlaubt, ja empfehlenswert!) würden preisen hören; mit einem Worte, wenn wir unsere Kinder nur so erziehen, wie wir es vor Gott und unserem Gewissen verantworten zu können glauben: so wird uns auch dies zum Vorwurf gemacht. Diese Intoleranz, ruft man aus, und sie wird sogar dem kindlichen Geinülhe eingeprägtl Aber wenn man uns unsere Schulen schließt, uns die Kinder in unserem Geiste zu erziehe» verbietet, uns die Gelegenheit den Anforderungen unserer Religion nach unserer Ueberzeugung gerecht zu werden, nimmst und wir wollten einmal fragen, was denn eigentlich Intoleranz . . ... ״Welch ein himmelweiter Unterschied! Weil wir Intoleranz nicht dulden wollen, sie mit Stumpf und Stiel auszurotten versuchen, dazu nach Leibeskräften alle Mittel aufbieten, sollten wir intolerant genannt werden können? Nun, so sei es denn! Gegen Intoleranz nützt nur Intoleranz. — Die Phrase ist da, das Wort gerettet, das Glas, das schwache Augen blenden soll, ist geschliffen, adieu Vernunft! Diese Beispiele nun sind nur von der Oberfläche abgeschöpft, berühren nur das Unwesentlichste. Wahrlich Wenn man das Treiben jener modernen Lichtfreunde in Israel betrachtet, und dabei den Kleinmuth der sogenannten Orthodoxen, und matt fragt, wo ist hier Fanatismus, und wo sucht man ihn gewöhnlich, welche sind die Intoleranten, dir Inhumanen, und welche werden gewöhnlich so genannt; wahrlich da könnte-unK