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Jeschurun · 1868-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1868) · p. 124

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 4-5 (Januar 1868)
Article
Die Distellese des Herrn Kirchheim [Rezension]
Date
1868-01-01
Page
124 (sequence 12)
Language
German
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jM Di« Distelles« des Herrn Mchheim. mitgetheilten Erklärung H.'s der Rad. ומר, nun auch die nicht nur jeder wissenschaftlichen Fortschung, sondern dem schlichtesten Menschenverstände geradezu hohnsprechende Spielerei des Autors des ׳"re gleichfalls in extenso gegenüberznstellen. Es heißt dort S. 15: "זמיר, nach der Stelle תאו וזמר, ist זמר ein die Wurzeln der Gräser und Gewächse zernagendes Thier, das sie abweidet gleich dem Ochsen und die Wurzeln mit der Schärfe seiner Zähne zerstört, vielleicht hat deßhalb auch ומר die Bedeutung: schneiden, in dem Verse וכרמך זמורה ואשכול .לא תזמור: die Rebe ist weich und schwach und zu nichts zu verarbeiten, das kommt daher, weil sie die Kraft des Pstanzeuwnchses von der Erde nicht für sich einsaugt, sondern stets für die Frucht sorgt, ihre Kraft zu vermehren, gleich einer Beute theilenden Mutter nichts für sich behalt. Und es ist begreiflich daß das, was für den Tastsinn unter den harten Dingen weich ist, gleichfalls hinsichtlich der Festigkeit und Stärke gegenüber der Furcht und Verzagtheit weich ist und demgemäß heißt mit Recht die Rebe ומר, wie ממר, das Furcht bedeutet, in תסמר שערת כשרי sals ob da ממר Furcht und nicht vielmehr das Sträuben der Haare bedeute, v. ממר, Rad. v. מממר Spitze, verwandt mit שמר abweisender d . 17 (v. שמר) schützender Stachels, ״oder"' [b. h. wem diese Analogie von ממר nicht genügen sollte, dem bietet dieser vom Verfasser ״ausgebeutete" Autor die kostbare Erklärung, ומרה bedeute Furcht) ״weil cs aus ״״ זו — מוראdies ist Furcht"" zusammengesetzt ist—" tzü!) Das ist alles. Wo steht nun in dieser vom Verf. angeblich benutzten Erklärung auch nur ein Sterbenswörtchen von dem, was gerade den Kerngedanken des Verfassers bildet, von dem Zusammenhang zwischen Rebe und Gesang? Wo vermöchte selbst die feinste Spürnase eines Ketzer witternden Dominikaners hier auch nur den Schein eines verwandten Geistes zu entdecken? In Methode (— wenn von einer solchen in diesem ״Werke" überhaupt im Ernst die Rede sein könnte —), Gedaukengang, Resultat der volleiidete Gegensatz wie zwischen wissenschaftlicher Forschung und — ״ungleichen Wörtchen", kurz wie zwischen Sinn und Unsinn. Welchen Schluß zieht aber der wackere Hr. K. daraus? Ja, sagt er (S. 35) mit eiserner Stirn: ״der aufmerksame Leser wird leicht erkennen, daß selbst da, wo der Verfasser in der seinen Nüancirung der zu Grunde gelegten Bedeutung nicht ganz mit. C. ubereinstimmt, dieser wenigstens die Uebergangsbrücke

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