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Jeschurun · 1868-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1868) · p. 119

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 4-5 (Januar 1868)
Article
Die Distellese des Herrn Kirchheim [Rezension]
Date
1868-01-01
Page
119 (sequence 7)
Language
German
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Die Distellese des Herrn Kirchheim. 119 die Handhabung des Prinzipes der Lantverwandtschaft hinzu, um ein und dieselbe Wurzel nun in ihren phonetisch verschiedenen, doch stets unter einander verwandten Nüancirungen zu verfolgen. Dieses Prinzip beruht nun nicht, wie Necensent — dem abgesehen von den literarischen Fälschungen und Entstellungen die wir ihm Nachweisen werden, das eigentliche Verständnis; des sprachwissenschaftlichen Principes, das in diesem Werke zur Geltung kommt, gänzlich abgeht, wovon er an einer ganzen Reihe von Stellen unabsichtliche Beweise liefert — meint, in einem phonetischen Gleichklang, ww z. B. שוש und עוץ, sondern, conform mit der erwähnten intellektuellen sprachbildenden Thätigkeit auf einer, von dem Hrn. Verfasser an einer Menge von Beispielen nachgewiesenen constanten begrifflichen Modistcirung eines und desselben Wurzelbegriffes durch Veränderung der demselben Organe entstammenden Cousonanten. Daß z. B. שוש und עוץ verwandt sein dürften, dazu bedarf es dieses Princips der Lantverwandtschaft nicht. Daß aber z. B. die Wurzeln שיר und שקי identisch seien, obgleich sie im Laute d. h. Klange durchaus nichts ähnliches haben, wie das der Hr. Verfasser S. 172 nachweist, und daß dieses nach nichts weniger als willkürlichen, vielmehr constanten, streng wissenschaftlich nachgewiesenen Regeln sich herausstellt, davon hat wie gesagt ״Ree." keine Ahnung. Das Prinzip, wie der Hr. Verfasser es handhabt, besteht darin, daß Wurzeln aus demselben Organe entstammenden Consonauten, also die einzelnen Gaumen-, Lippen-, Kehl- und Zungenlaute, unter einander verwandt, denselben Begriff, nur in verschiedener Modistcirung, bezeichnen. Daß ferner in an sich ganz verschiedenen Worten der Wechsel der demselben Organe entstammenden Laute, dieselbe begriffliche Modistcirung an unter einander ganz verschicdeneu Begriffen bewirke, wie das z. B. an der Identität der Wirkung des Wechsels von א ה ח ע in den Wurzeln נחם, נעם, נהם, נאם, und den davon ganz verschiedenen Wurzeln נוח, נוע, נוה, נוא (S. 119) auf das Schlagendste nachgewiesen wird; so daß wir nach strengen Regeln, je nach dem Wechsel der 1., 2. oder 3. Wurzrlstelle verschiedene parallel nebeneinander laufende Reihen von, dem Laute nach theilweise gänzlich unähnlichen, und gleichwohl verwandten, ja unter einander identischen Wurzeln erhalten. — Und eben der wissenschaftliche Nachweis dieser Identität der Wurzeln und dieser Modist-

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