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Jeschurun · 1868-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1868) · p. 117

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Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 4-5 (Januar 1868)
Article
Die Distellese des Herrn Kirchheim [Rezension]
Date
1868-01-01
Page
117 (sequence 5)
Language
German
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Die D1stelle?e des Herrn Kirchheim. 117 Benutzung des Fürst'schen Wörterbuches behauptet, so ist das einfach eine Lüge. Wer nur einmal in das Lexikon hineingeschaut hat, weiß, daß das demselben zu Grunde liegende Prinzip ein von dem H.'s himmelweit verschiedenes ist, so grundverschieden, daß hier von einem Jrrthum des angeblichen Rezensenten nicht die Rede sein kann. Wir werden übrigens weiter unten auf diese gänzlich aus der Luft gegriffene Beschuldigung näher zurückkommen und deren Grundlosigkeit durch Beispiele wissenschaftlich schlagend Nachweisen. Für jetzt wenden wir uns zunächst zu der mit eiserner Stirn (S. 35) unter dem Titel ״Plagiate" vorgebrachten Beschuldigung, die in nichts geringerem besteht, als ״der Verfasser habe den unbekannten verschollenen Autor des stm Jahre 1719 erschienenen Merkchens אהלי יהרה ausgebeutet, und sich dadurch des literarischen Vergehens des Plagiators schuldig gemacht, und da Herr R. K. dieses Werk selbst besitze, so übergebe er ״zur Bekräftigung der Anklage" das Resultat seiner Untersuchungen (J) hiermit der Oeffentlichkeit." Also einem Manne wie dem Herrn Verfasser gegenüber mit dürren Worten die unerhört freche Beschuldigung des Diebstahls! Es märe ja immerhin möglich gewesen, daß ein, wie Herr R. K. selbst benierkt ״verschollener" dem Verfasser unbekannter Autor in manchen Punkten ähnliche Anschauungen und wissenschaftliche Prinzipien der Forschung gehabt, und es wäre dann bloß die charakteristische Unverschämtheit geblieben, nun frisch darauf los, ohne allen Beweis, daraus sofort die Anklage des Plagiats zu schmieden. Allein wer beschreibt unser Staunen, als wir beim Weiterlesen finden, daß selbst die verstümmelten und theilweise geradezu gefälschten angeblichen Citate aus dem אהלי יהורה, die er als ״Belege" bringt, ganz offenbar das gerade Gegeatheil, die handgreifliche Grundlosigkeit seiner Beschuldigungen beweisen. Da bleibt denn nur die Frage, was konnte er mit diesem Gewebe von Gemeinheilen, die sich sofort auch beim oberflächlichen Durchlesen als solche Herausstellen, bezwecken? — Die Sache ist ganz einfach. Das Pamphlet ist gar nicht geschrieben um gelesen, sondern nur um citirt zu werden, und wäre es auch nur von Hru. R. K. selbst. ״Wie Hr. Kirchheim in seiner trefflichen Kritik mit Belegen nachgewiesen" — drucken die wackeren Kumpane einander rüstig nach und freuen

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