Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1868)
- Article
- Die Lieder der Koraiden
- Date
- 1868-01-01
- Page
- 109 (sequence 7)
- Language
- German
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tzsrael'S OrSße und UMguer im Wx. Mg Send, wie zugleich stärkend und rüstend für die Prüfungen, die unsere Zeit der jüdischen Gottcstreue, nur in anderer Gestalt und in anderen Verhältnissen, bietet, dürfte nickt daS Nachempfinden eines solchen Liedes sein, wenn eS gelingt, seinen Tönen die großen Züge einer solchen Vergangenheit abznlauschen! An den Kontrast zwischen der unmittelbaren Gottesleitung bei der geschichtlichen Schöpfung deS jüdischen Volkes und seiner scheinbaren Verlassenheit in der Zerstreuung knüpft daS Lied an, und meint — 3s. 2 — in den Tagen unserer Vater, zur Zeit deS Ursprungs unseres Volkes habe sich das Wirken GottcS unmittelbar gezeigt, da sei eS — D. s — Gott gewesen, seine Macht habe sich gezeigt, Er habe Volker vertrieben und habe Israel in ihr Landeingepflanzt; in dem Geschicke aber, das sich da an den kanaanitischen Bevölkerungen vollzog, habe Gott nur daS Dölkergcricht geübt, das Er an allen Staaten vollzieht, ihrer Aller Macht läßt er zusammenbrechcn, wenn ihre Ueppigkeit und Entartung ״das Maß des Emoriters" erreicht. Die kanaanitische Katastrophe ist das Mene Tekel für alle Staaten. Denn — 83-4 — nicht etwa die Uebermacht Jsrael's gegenüber der Schwache des Emori habe da die Entscheidung hcrbeigeführt, sondern Gottes helfende Rechte für Israel, Gottes strafender Arm an Emori und das in Israel den Träger seines Lichtes, das Werkzeug seiner Heileszwecke für die Menschheit erblickende göttliche Wohlgefallen war's, das da gewaltet. Ist dies es aber, hat nicht Jsrael's Arm und Schwerdt seine staatliche Vergangenheit gebaut, so kann auch sein staatlicher Untergang, der Zusammenbruch aller seiner äußer» Macht und Größe nichts an dem Granitboden seiner Zukunft geändert haben. Der, der seine Vergangenheit gebaut, ist — s. 5,6,7 — noch in seiner unveränderten Macht und ist noch, trotz seines auch über Israel vollzogenen Gerichts, noch sein ״König". "״ ,״ואף גם זאתund gleichwohl", hatte Jahrtausende zuvor, noch vor dem Aufbau seiner staatlichen Macht, sein den Zusammenbruch und die Zerstreuung voraus ankündigendes Wort gesprochen, ״und gleichwohl, auch wenn sie im Lande ihrer Feinde sein werden, habe ich damit sie nicht verworfen, sic zuvernichten, meinen Bund mit ihnen aufzuheben, sondern bleibe wie ich war, ihr Gott!" Dieses ״und gleichwohl!" ist Jsrael's Ta- Wmgn in der Nacht der Zeiten gewesen, ließ selbst Israel in der