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Jeschurun · 1868-01-01 · Heft 4-5 (Januar 1868) · p. 110

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1867-1868)
Issue
Heft 4-5 (Januar 1868)
Article
Die Lieder der Koraiden
Date
1868-01-01
Page
110 (sequence 8)
Language
German
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XflOj. -׳-״ .®ie Sieber bet ßotaiben. Zerstreuung sich noch als Gottesvolk und Gott als seinen König begreisen — sein irdischer Staat war zusammengebrochen, aber sein ewigcr Herrscher lebte und war ״mit ihm in die Verbannung gezogen" — Er braucht.nur zu befehlen und, wie er einst Jsrael's, des zum heitern Glücke aufblühcndcn Volkes, Siege geschaffen, so vollziehen sich auch Jaakob'ö, des wieder unter die Ferse der Völkermächle geworfenen Volkes, Siege aufs neue. Denn — V. 8,9. — dasi Gott ״mit ihnen in die Verbannung gezogen," daß er sein ״und gleichwohl" nicht vergessen, daS sah Israel in der ganzen Geschichte seiner Verbannung glänzend bewährt. Seine ganze Eristenz in der Zerstreuung war ein fortge-l setztes Gotteswundcr. Dasi צרינו, alle feindseligen Beschränkungen ihm doch den frischen Lebenöathem nicht rauben konnten, und משנאינו, alle Bemühungen den Haß der Völker vernichtend gegen es aufzustacheln doch um ihr eigentliches Ziel, eben diese Vernichtung, sich betrogen sehen und der Jude doch ״der ewige Jude" blieb, und nicht blos Athem, sondern ישע, frisches, vollkräftiges, ungebrochenes Dasein sich erhielt: das machte jeden Juden trotz des Quersacks auf seinem Rücken und des gelben Abzeichens an seinem Rocke, oder gerade mit diesen, zum lebendigen אצבע אלקי׳, zum lebendigen Fingerzeig des göttlichen Waltens. Und "'״ "באלקיmit Gott", das erst in späterm Laufe der Zeiten europäische Völker in einer bedrängten Stunde der Geschichte einmal auf ihre Fahnen schrieben und in diesem Zeichen siegten, das trug das jüdische Volk seit Jahrhunderten Tag für Tag als sein einziges Banner und machte sein ganzes geschichtliches Dasein zu einer ewigen Tedcum-Hhmne. Und woher dies Alles'? Weil, sowie Gott seinerseits ״seinen Bund nicht ausgehoben" hatte und bereit war auch in der Zerstreuung sich Jsrael's erhaltend und rettend anzunehmen, also auch Israel trotz alles dessen, .was über es erging, sich nicht irre machen ließ und auch seinerseits glänzend groß in der Bundestreue mit Gott verharrte. Gott hatte es — V. 1a — verlassen als es seiner Unwürdigkeit inne werden sollte (— dies heißt buchstäblich הכלם —), da sind, keine jüdischen Heere mehr, denen Gottes Wnndcrmacht. den Sieg verleiht; wo ein Feind sich entgegenstellt, weicht — B. 11 — Israel, hülslos zurück, und man weckt überall den Haß, um eS ungehinderte

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